Im Nissan Leaf von Köln zur Automobilmesse 2015 nach Frankfurt

23.9.2015. Die größte Automobilmesse Europas hat ihre Tore für die breite Öffentlichkeit geöffnet. Deshalb geht es von Köln nach Frankfurt zur IAA – standesgemäß im Auto, rund 195 Kilometer. Eine Distanz, über die sich die meisten Autofahrer wohl keine großen Gedanken machen.

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Doch gelingt die Fahrtstrecke auch mit einem Elektroauto? Der Selbstversuch mit einem Nissan Leaf 2016 beweist: Na klar!

Dass das meistverkaufte Elektroauto aller Zeiten allen Grund für diese selbstbewusste Haltung hat, liegt an der auf 30 kWh erstarkten Lithium-Ionen-Batterie, die im neuen Leaf 2016 zum Einsatz kommt und die Reichweite um ein gutes Viertel auf 250 Kilometer gemäß NEFZ steigen lässt. Auf dem Papier steht dem Trip gen Süden also nichts mehr im Weg.

Um unnötige Zwischenstopps zu vermeiden, wird das Auto vor Fahrtbeginn „vollgetankt“. Hierfür eignen sich jede geprüfte Steckdosen, besser und schneller geht es an der für wenige hundert Euro installierten Wallbox in der heimischen Garage. Wer den Stromer am Vorabend anschließt, kann am nächsten Morgen beruhigt auf große Fahrt gehen. Notfalls lässt sich die Batterie aber auch jederzeit an einer Schnellladestation binnen einer halben Stunde zu 80 Prozent und in weiteren 30 Minuten um die verbleibenden 20 Prozent aufladen.

Mit vollem Akku – und maximaler Reichweitenanzeige – startet der Ausflug von der Nissan Deutschland Zentrale in Brühl, wo die aktuell wachstumsstärkste Marke des Landes mit über zwei Prozent Marktanteil beheimatet ist, zur IAA. Eine lange Reiseplanung kann sich der Fahrer sparen: Er verlässt sich auf das integrierte NissanConnect EV System. Das neue Telematik-System des Leaf 2016 weist den Weg in die Main-Metropole, die Route führt an Bonn vorbei und über die Rheinbrücke zielstrebig auf die Autobahn A3 zu. Das System kennt auch alle Ladestationen in der Nähe – und weiß im Unterschied zum Carwings-System des bisherigen Leaf auch, ob die Ladesäulen gerade frei oder besetzt sind. Ein gutes Gefühl von Sicherheit für Fahrer und Passagiere, denn im Gegensatz zu Tankstellen ist die Suche nach der nächsten Ladesäule hierzulande noch ein weitaus schwierigeres Unterfangen.

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Auf der Autobahn aktiviert der Fahrer per Knöpfchen am Lenkrad den Tempomat und lässt den Leaf bequem im Verkehr der vielbefahrenen A3 mitschwimmen – bergauf, bergab, durch Baustellen-Engpässe und dreispurige Vollgaspassagen, natürlich völlig emissionsfrei.

Während der Stromer keinerlei Müdigkeit zeigt, freut sich der Fahrer auf halbem Weg auf eine kleine Pause. Auf Höhe von Montabaur wird der Blinker gesetzt und abgefahren: Während die anderen Autos an der Zapfsäule Schlange stehen, steuert der Leaf schnurstracks und mit einem sanften Schnurren, das Fußgänger auf das ansonsten weitgehend lautlose E-Mobil aufmerksam macht, auf die Raststätte zu. Bei Kaffee und Brötchen ist Zeit für eine erste Zwischenbilanz, die nach dem Blick auf die Instrumentenanzeige überaus positiv ausfällt: Schon 102,6 Kilometer geschafft, und trotz gelegentlicher kräftiger Tritte auf das Gaspedal bleiben noch weitere 102 Kilometer Restreichweite.

Frisch gestärkt geht es zurück auf die Autobahn. Rund um das Wiesbadener Kreuz nimmt der Verkehr zu, doch im Stop-and-Go gewinnt der Leaf erst recht neue Kraft. Und das bedeutet: mehr Reichweite, denn die legt dank der Bremsenergierückgewinnung im zähflüssigen Verkehr sogar zu. Der Endspurt nach Passieren des Eschborner Dreiecks ist daher kein Problem mehr. Die Skyline mit ihren charakteristischen Bankentürmen wird mit jeder Minute größer, rechts taucht der rot-braune Messeturm auf. Das Messegelände und die IAA vollelektrisch erreicht, Selbstversuch geglückt! Für das mit aktuell rund 190.000 verkauften Einheiten beliebteste Elektroauto der Welt kein Problem.

Im Display steht sogar eine Restreichweite von elf Kilometern: Punktlandung. Mithilfe der Ladesäulen-Anzeige im Navi wird ein Parkplatz für den Leaf gefunden, an dem er während des Messerundgangs aufladen kann – schließlich soll es abends auch nonstop wieder zurück nach Hause gehen.

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