Michael Christensen und Frédéric Makowiecki im Porsche 919 Hybrid

11.9.2014 Stuttgart. Die Porsche-GT-Werksfahrer Michael Christensen (Dänemark) und Frédéric Makowiecki (Frankreich) absolvieren seit Dienstag im französischen Magny-Cours einen dreitägigen Test mit dem Porsche-Sportprototypen 919 Hybrid.

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Die Testfahrten dienen dem Porsche Team zur Vorbereitung auf den kommenden Lauf zur Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC im texanischen Austin. Christensen pilotiert in der laufenden Meisterschaft einen Porsche 911 RSR in der Tudor United SportsCar Championship in den USA, Makowiecki ist im 911 RSR im Porsche Team Manthey Stammfahrer in der WEC.

„Michael und Frédéric haben sich diese Chance mit ihren Leistungen in unserem GT-Werksprogramm verdient“, sagt Porsche-Motorsportchef Hartmut Kristen. „Mich freut vor allem, dass es mit Michael ein Werksfahrer geschafft hat, sich für einen solchen Test zu empfehlen, der aus unserem eigenen Juniorprogramm stammt. Das zeigt einmal mehr, dass unser durchgängiges und nachhaltiges Nachwuchsförderkonzept funktioniert.“

Michael Christensen wurde 2012 als Porsche-Junior in das Nachwuchsförderprogramm der Porsche AG aufgenommen, nachdem er sich in einem harten Auswahlverfahren gegen zahlreiche andere hoffnungsvolle Talente aus aller Welt durchgesetzt hatte. Nach nur einer Saison im Porsche Carrera Cup Deutschland mit einem Sieg in Hockenheim stieg er in den internationalen Porsche Mobil 1 Supercup auf, wo er sich neben einem Sieg auf dem Nürburgring auch den Gewinn der Rookiewertung als bester Supercup-Neuling sicherte. Vor der Saison 2014 wurde der 24-jährige Däne zum Porsche-Werksfahrer befördert und rechtfertigte dieses Vertrauen, als er in seinem erst zweiten Rennen in der Tudor United SportsCar Championship mit dem 911 RSR den 12-Stunden-Klassiker in Sebring gewann.

„Als ich den Anruf bekam, dass ich den 919 Hybrid testen darf, konnte ich es zunächst gar nicht glauben“, sagt Christensen. „Das Auto ist absolut faszinierend. Der zusätzliche Boost der Elektromotoren verschlägt einem fast den Atem. Dennoch habe ich mich recht schnell auf das Fahrverhalten des Autos eingestellt. Marc Lieb hat mir dabei sehr geholfen. Vor weniger als einem Jahr war er ebenfalls noch GT-Pilot und kann sich noch gut an seine ersten LMP1-Testkilometer erinnern.“

Frédéric Makowiecki ist seit 2014 Porsche-Werksfahrer. Der 33-jährige Franzose, der den Großteil seiner Karriere als Rennprofi mit Porsche-Fahrzeugen bestritten hat und 2010 Meister im Porsche Carrera Cup France wurde, startet mit dem 911 RSR in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC und am 20. September in Austin erstmals auch in der Tudor United SportsCar Championship.

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„Der 919 Hybrid ist ein fantastisches Auto“, sagt Makowiecki. „Ich habe sehr schnell Vertrauen in das Fahrverhalten gefunden. Von Runde zu Runde werde ich schneller. Die hohen Kurvengeschwindigkeiten, die mit dem Auto möglich sind, haben mich am meisten erstaunt.“

Die erste Bekanntschaft mit dem 919 Hybrid machten Michael Christensen und Frédéric Makowiecki bereits in der vergangenen Woche in Weissach. Dabei wurde ihnen eine individuelle Sitzschale angepasst und die LMP1-Ingenieure erklärten den GT-Fahrern jeden einzelnen Schalter im Cockpit. Außerdem hatten sie die Möglichkeit, im Simulator die ersten virtuellen Kilometer mit dem innovativen Sportprototypen zurück zu legen. In Magny-Cours werden sie von Porsche-Werksfahrer Marc Lieb (Ludwigsburg) unterstützt, der ebenfalls drei Tage lang in Frankreich testet und ihnen mit seiner Erfahrung viele wertvolle Ratschläge geben kann. Wie sein Werksfahrerkollege Timo Bernhard (Bruchmühlbach-Miesau) wurde auch er einst als Porsche-Junior zum Profirennfahrer ausgebildet. Heute gehören beide zu den besten Sportwagenpiloten der Welt und sind Stammpiloten im 919 Hybrid in der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC und bei den 24 Stunden von Le Mans.

„Ohne die Nachwuchsförderung von Porsche wäre ich kein Profi-Rennfahrer geworden, denn der Weg durch die verschiedenen Klassen wäre unbezahlbar gewesen“, sagt Marc Lieb. „Parallel hat mich Porsche darin unterstützt, dass ich mein Ingenieursstudium absolvieren konnte. Porsche spielt also in meiner Ausbildung eine ganz entscheidende Rolle. Seit ich im Jahr 2000 die Auswahl gewann und Porsche Junior wurde, habe ich davon geträumt, bei der Rückkehr in die Topklasse der 24 Stunden von Le Mans dabei zu sein. Es hat tatsächlich geklappt.“

Marc Lieb und Timo Bernhard sind den Weg gegangen, den sich neben Michael Christensen auch die aktuellen Porsche-Junioren Klaus Bachler (Österreich), Sven Müller (Bingen), Connor de Phillippi (USA) und Alex Riberas (Spanien) erträumen. Sie sind 2014 im Porsche Carrera Cup Deutschland und im Porsche Mobil Supercup im Einsatz. Porsche stellt seinen Junioren nicht nur einen Großteil ihres Saisonbudgets zur Verfügung, sondern fördert sie auf und neben der Rennstrecke. Zum Ausbildungsprogramm gehören ein enger Austausch mit den Ingenieuren und die Analyse von Telemetriedaten und Rundenzeiten ebenso wie Mediatrainings und die Vorbereitung auf Sponsorentermine. Die Junioren erhalten eine ähnliche Betreuung wie die international erfolgreichen Porsche-Werksfahrer. Fester Bestandteil der Ausbildung zum Profirennfahrer ist auch eine ausgiebige sportärztliche Betreuung mit Fitnesstests und kontinuierlich angepassten Trainingsplänen.

„Es gibt kein besseres Signal für einen Werksfahrer-Kader als eine funktionierende interne Förderung“, sagt Fritz Enzinger, Leiter LMP1. „Als LMP1-Mannschaft haben wir sehr von dem guten Aufbau und der Qualität der Piloten aus dem GT-Bereich profitiert. Vor allem das Beispiel Marc Lieb zeigt, dass der Aufstieg vom Junior bis in die höchste Kategorie bei Porsche sehr gut gelingen kann. Mit dem Test für Michael und Frédéric können wir innerhalb der Porsche-Motorsport-Famile etwas zurückgeben. Die beiden haben tolle Leistungen gezeigt und sich diesen Einsatz verdient.“

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