11.8.2019 – Michelle Halder gewinnt ADAC TCR Germany

12.8.2019 Zandvoort. Grenzenloser Jubel bei Michelle Halder (20, Meßkirch, Profi-Car Team Halder): Die 20-Jährige hat das achte Saisonrennen der ADAC TCR Germany in Zandvoort gewonnen und ihren ersten Sieg in der Tourenwagenserie des ADAC gefeiert.

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Im Honda Civic TCR von der Pole gestartet kontrollierte sie von Beginn an das Tempo und setzte sich souverän vor Tabellenführer und Halbzeitmeister Antti Buri (30, Finnland, LMS Racing) im Audi RS3 LMS durch. Michelles Bruder Mike Halder (23, Meßkirch, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen) wurde in einem weiteren Honda Dritter und rundete den perfekten Sonntag für die Familie Halder ab. Dazu passte, dass Michelle Halder sich auch noch den Sieg in der Honda Junior Challenge sicherte.

„Ich bin super, super glücklich. Es war einfach grandios“ jubelte Michelle Halder: „Ich hatte einen super Start und habe gleich ein kleines Polster herausgefahren. Das habe ich auch halten können. Während des Rennens habe ich im Rückspiegel dann Mike heranfliegen sehen. Dass wir beide jetzt gemeinsam auf dem Podium stehen dürfen, ist echt der Hammer.“

Vierter wurde Gaststarter Lance David Arnold (33, Duisburg) im VIP-Auto des Hyundai Team Engstler. Titelverteidiger Harald Proczyk (43, Österreich, HP Racing International) im Hyundai i30 N TCR kam als Fünfter ins Ziel vor Junior Bradley Burns (18, Großbritannien, Pyro Motorsport) im Honda und Lukas Niedertscheider (24, Österreich, HP Racing International) im Hyundai. Julien Apotheloz (18, Schweiz, TOPCAR Sport) im Cupra Leon TCR, Samstagssieger Max Hesse (18, Wernau, Hyundai Team Engstler) und Lokalmatador Maurits Sandberg (46, Niederlande, VW Team Oettinger) im VW Golf GTI TCR komplettierten die Top Ten.

Wie bereits am Samstag ging es auch im zweiten Rennen an der niederländischen Nordseeküste turbulent zu. Die Fahrer lieferten sich intensive Zweikämpfe und Rad-an-Rad-Duelle – nur eine bekam davon kaum etwas mit: Michelle Halder. Zunächst gelang ihr ein glänzender Start, dann fand sie schnell zu ihrem Rhythmus und spulte ein fehlerfreies Rennen ab.

Hinter ihr ging es zur Sache: Rene Kircher (19, Hünfeld, racing one), von Platz drei gestartet, verbesserte sich schnell auf den zweiten Platz. Auch Antti Buri kam an Gaststarter Arnold vorbei und setzte Kircher schnell unter Druck. Hinter Arnold folgten Mike Halder, Dominik Fugel (22, Chemnitz, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen) und Proczyk. Halbzeitmeister Buri und Arnold überflügelten dann Kircher und setzten sich schnell von dem Audi-Piloten ab.

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Kircher musste sich gegen weitere Angriffe wehren, schließlich fanden auch die Verfolger um Mike Halder, Max Hesse und Hari Proczyk am 19-Jährigen vorbei, der im Laufe des Rennens weiter zurückfiel. Nach einigen Minuten beruhigte sich das Geschehen dann etwas. Michelle Halder fuhr vorneweg, es folgten Buri, Arnold, Mike Halder, Fugel, Hesse und Proczyk.

Fugel fiel dann aus dieser Spitzengruppe heraus und konnte dem Tempo nicht mehr folgen. Die fünf verbleibenden Michelle-Halder-Verfolger rückten dagegen immer enger zusammen. Doch trotz zahlreicher Versuche gelang es zunächst keinem, noch Plätze gutzumachen. Das änderte sich erst vier Minuten vor dem Ende, als Mike Halder am starken Gastfahrer Arnold vorbeikam und sich fortan ein Duell mit Buri lieferte, das der Finne letztlich für sich entschied.

Im Kampf um Platz fünf setzte dann Titelverteidiger Proczyk zum Überholmanöver gegen Hesse an. Der konnte zwar zunächst kontern, doch der Österreicher behielt am Ende die Oberhand. Ganz vorne bekam Michelle Halder davon kaum noch etwas mit – wenig später jubelte sie gemeinsam mit ihrem Bruder Mike.

Weitere Stimmen zur ADAC TCR Germany

Antti Buri (Zweiter, LMS Racing): „Mike war am Ende sehr nah dran und extrem schnell. Wir hatten dieses Wochenende leider nicht die Pace, um mit Honda mitzuhalten. Michelle konnte ich einfach nicht einholen. Die Punkte nehme ich gerne mit, ich bin glücklich. Das Auto ist heil, jetzt freue ich mich natürlich auf den Nürburgring.“

Mike Halder (Dritter, Profi-Car Team Honda ADAC Sachsen): „Ich freue mich sehr für Michelle. Toll, dass sie die Pole in den Sieg umgewandelt hat. Perfekter Job, mehr kann man dazu nicht sagen. Ich hatte auch einen sehr guten Start, aber vor mir haben sie dann erst etwas dicht gemacht. Die ersten Runden waren sehr hart. Ich wäre gerne noch etwas weiter nach vorne gefahren, aber es sind wichtige Punkte. In der Meisterschaft ist alles ganz, ganz eng.“

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