ADAC Rallye Masters 2015: Actiongarantie beim Start in die zweite Saisonhälfte

1.7.2015 München / Osterode: Bei der ADAC Rallye Niedersachsen (3. -4. Juli 2015) starten die besten Rallyesportler Deutschlands in ihre zweite Saisonhälfte. Der siebte gemeinsame Lauf von ADAC Rallye Masters und DRM (Deutsche Rallye-Meisterschaft) führt über 14 Wertungsprüfungen (WP) rund um Osterode am Harz.

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Auf den 130,53 Bestzeit-Kilometern springt der Zähler dabei zurück, denn nach dem vergangenen Lauf in Stemwede wurden die Punkte der ersten Saisonhälfte festgeschrieben. Nun sammeln die Teams bei den verbleibenden sechs Rallyes erneut die Punkte der vier besten Resultate. Angeführt wird das DRM-Feld zur Saisonhalbzeit vom amtierenden Meister Ruben Zeltner aus dem sächsischen Lichtenstein im Porsche 911 GT3. Seine beiden härtesten Verfolger sind Mark Wallenwein (Stuttgart) und Fabian Kreim (Fränkisch-Crumbach, beide Skoda Fabia R5).

Im Harzvorland gibt es aber auch weitere starke Anwärter auf die Podestplätze. Der Schwabe Rainer Noller (Abstatt, Porsche 911 GT3) gehört ebenso dazu, wie Hermann Gaßner (Surheim), der im Mitsubishi Lancer die Wertung im ADAC Rallye Masters anführt. Auch im für Breitensportler konzipierten ADAC Rallye Masters geht es an der Spitze sehr eng zu. Gaßners Verfolger Carsten Mohe (Crottendorf, Renault Clio R3T) und Johannes Dambach (Altlay, Suzuki Swift) liegen nur sechs Punkte hinter dem Altmeister – beste Voraussetzungen also für ein sehr spannendes Rallyewochenende. Wer das Geschehen verfolgen will, ist unter www.adac.de/motorsport an der richtigen Adresse. Immer up-to-date ist außerdem der ADAC Rallyehub, der unter www.rallyehub.de das Echo in den sozialen Netzwerken spiegelt. Die Action auf den Strecken um Osterode fängt TV-Partner SPORT1 an. Das Magazin zur sechsten Meisterschaftsrunde ist am 11. Juli ab 18:30 Uhr zu sehen.

Die ersten Meter der zweiten Saisonhälfte fahren die Teams nahe dem Rallyezentrum in Osterode (Bleichestelle): Am Freitagabend (3. Juli) geht es um 18:30 Uhr von dort auf zwei WPs, die mit ihren rund 23 km Länge eine erste Standortbestimmung bieten. Zwölf weitere Prüfungen über 107 km stehen nach dem Restart am Samstag um 8:00 Uhr auf dem Programm, bevor die Teams ab 18.16 Uhr über die Zielrampe in Osterode rollen. Gute Aussichten, dort als erster zu erscheinen, haben Ruben und Petra Zeltner. Mit ihrem Porsche 911 GT3 waren sie das erfolgreichste Team der ersten Halbzeit und konnten sich ein kleines Punktepolster einfahren. Doch die Verfolger rücken auf. Routinier Ruben Zeltner blickt der zweiten Saisonhälfte deshalb gespannt entgegen. „Gegen die neuen R5-Fabia wird es mit unserem Porsche sehr schwer werden“, prophezeit er. Dennoch freut er sich auf den Vergleich. „Es macht uns immer noch einen Riesenspaß, in den Wettbewerb zu gehen. So eng war es die letzten Jahre noch nie, das macht unseren Sport spannend und attraktiv.“ Der Geschäftsführer des Sachsenrings ergänzt augenzwinkernd: „Zudem macht es wahnsinnig Spaß, gegen fast 30 Jahre jüngere Verfolger anzutreten.“

Auch Mark Wallenwein, der sich das Cockpit mit Stefan Kopczyk teilt, ist begeistert: „Die zweite Saisonhälfte wird sicher noch spannender als die erste. Die Konkurrenz rückt enger zusammen, und wir werden tolle Kämpfe erleben.“ Der Deutsche Rallye-Meister von 2012 startet erstmals in Niedersachsen. Erst beim vergangenen Lauf in Stemwede wechselte er auf den Skoda Fabia R5, in dem er auf Anhieb um die Spitze mitfahren konnte.

So ist der Plan für die siebte Meisterschaftsrunde klar: „Wir werden sicher versuchen, um den Sieg mitzukämpfen. Inzwischen kennen wir den neuen Fabia R5 besser und haben dadurch bessere Voraussetzungen.“ Für den 22-jährigen Skoda-Youngster Fabian Kreim war die erste Saisonhälfte mit zwei Siegen sehr erfolgreich. Zusammen mit Beifahrer Frank Christian gewann der Förderpilot der ADAC Stiftung Sport den Auftaktlauf und war auch mit der neuen R5-Version des Fabia bereits erfolgreich. „Besser konnte die erste Saisonhälfte nicht laufen“, blickt er zurück. „Wir sind absolut zufrieden mit den Ergebnissen.“ Auch Kreim ist gespannt auf die zweite Saisonhälfte. „Ich erwarte wieder spannende Kämpfe mit Mark und Ruben. Wir werden versuchen, das Potenzial unseres Skoda Fabia R5 auszunutzen.“

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Begeistert vom Niveau der DRM ist auch Rainer Noller, der im Porsche 911 GT3 erneut mit Marcus Poschner antritt: „Das Niveau der DRM ist so gut wie seit mindestens zehn Jahren nicht mehr. Vielleicht ist es sogar eines der besten der DRM-Geschichte. Zumal das alles – bis auf den Einsatz von Skoda Deutschland mit Fabian Kreim – von Privatiers getragen wird.“ Sich selbst sieht er in Niedersachsen hinter dem führenden Trio: „Wir streben dort einen Platz unter den Top Fünf an.“

ADAC Rallye Masters: Spannende Tabellensituation

Auch im ADAC Rallye Masters bahnt sich eine spannende zweite Halbzeit an, denn pünktlich zum Ende der ersten Saisonhälfte hat sich die Tabellensituation zugespitzt: Drei Piloten aus drei verschiedenen Divisionen kämpfen um die Führung und liegen gerade einmal sechs Punkte auseinander. Im Gegensatz zur DRM-Wertung werden in dem für Breitensportler konzipierten ADAC Rallye Masters die Punkte nicht für die Gesamtplatzierung vergeben. Stattdessen zählt nur das Resultat in den fünf leistungsgerecht eingeteilten Divisionen. So kommt es, dass die Top-Drei der Tabelle auf Rallyefahrzeugen starten, die unterschiedlicher fast nicht sein könnten.

Den zweifache Masters-Champion Hermann Gaßner tritt im allradgetriebenen Mitsubishi Lancer Evo 8 in der Division 2 an. Für ihn begann die erste Saisonhälte mit einem Ausfall – und endete dennoch versöhnlich: „Nach der Nullrunde war der Druck richtig groß, immer wieder punkten zu müssen. Erst beim letzten Lauf der ersten Hälfte konnten wir dann die Führung übernehmen.“ Da nur die vier besten Resultate der jeweils sechs Halbzeitläufe gewertet werden, lautet nun die klare Devise: „Wir brauchen vier Top-Ergebnisse, um vorn zu bleiben.“ Doch genau dieses Ziel haben auch die Verfolger: Der Zweitplatzierte Carsten Mohe hat rund um Osterode mit vielen starken Konkurrenten in seiner Division 4 zu tun, bewies aber in seinem frontgetriebenen Renault Clio R3T immer wieder seine Klasse.

Dennoch: Auch ihn bringt nur der Klassensieg weiter. Wie schmal der Grat für die Piloten ist, zeigt das Beispiel des Drittplatzierten. Johannes Dambach führte bis nach dem fünften Lauf das Masters an, fiel dann aber durch eine Nullrunde in Stemwede auf den dritten Platz zurück. Nun heißt es auch für ihn Gas geben. Im kleinen Suzuki Swift Sports will er den Sieg in der ebenfalls stark besetzten Division 6 holen.

Im Fernsehen ist die Action des Wochenendes im Rallye-Magazin von TV-Partner SPORT1 zu genießen. Der Bericht zur ADAC Rallye Niedersachsen wird am 11. Juli ab 18:30 Uhr ausgestrahlt.
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