BMW M1 Procar Revival im Rahmenprogramm der DTM

10.4.2019 München. 40 Jahre nach dem Start der eigens für ihn initiierten Procar Serie zieht der BMW M1 einmal mehr die Motorsport-Fans in seinen Bann. Im Rahmen der DTM-Läufe auf dem Norisring (5. bis 7. Juli 2019) absolvieren gleich 14 Exemplare des nach dem damaligen Reglement der Gruppe 4 aufgebauten und anschließend von Formel-1-Piloten und internationalen Privatfahrern gesteuerten Rennfahrzeugs ein spektakuläres Comeback auf der Piste.

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Für das Procar Revival auf dem Nürnberger Stadtkurs konnte die BMW Group Classic zudem namhafte Piloten für eine Rückkehr ins Cockpit des BMW M1 begeistern. Mit den ehemaligen Formel-1-Fahrern Jan Lammers aus den Niederlanden und Marc Surer aus der Schweiz gehen zwei Motorsport-Legenden an den Start, die bereits bei den ursprünglichen Procar Rennen vor vier Jahrzehnten zu den Publikumslieblingen gehörten.

Mit dem historischen Motorsport im Rahmenprogramm der DTM erinnert die BMW Group Classic an das in vielerlei Hinsicht außergewöhnliche Rennstrecken-Debüt des BMW M1. Der sowohl für den Renneinsatz als auch für eine Straßenzulassung konzipierte Mittelmotor-Sportwagen wurde im Herbst 1978 vorgestellt.

Da Verzögerungen im Produktionsprozess eine termingerechte Homologation verhinderten, rief der damalige Geschäftsführer der BMW Motorsport GmbH, Jochen Neerpasch, gemeinsam mit den Formel-1-Managern Max Mosley und Bernie Ecclestone eine völlig neue Rennserie ins Leben. Die insgesamt 19 in den Jahren 1979 und 1980 ausgetragenen Rennen der Procar Serie entwickelten sich zu einer idealen Bühne für den später auch in anderen internationalen Wettbewerben erfolgreichen BMW M1.

Bei den im Vorprogramm der europäischen Grand-Prix-Läufe ausgetragenen Procar Rennen erhielten Privatfahrer und Nachwuchstalente die Gelegenheit, sich in technisch identischen BMW M1 mit den Topstars des Motorsports zu messen. Unter den Formel-1-Fahrern qualifizierten sich jeweils die fünf Schnellsten des Freitags-Trainings für einen Einsatz im BMW M1.

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Prominente Piloten wie Niki Lauda, Nelson Piquet, Alan Jones, Jacques Laffite und Emerson Fittipaldi fanden großes Vergnügen an der Kurvenhatz mit dem schnellen und handlichen Mittelmotor-Renner. Im Wettstreit mit den jeweils 470 PS starken BMW M1 entschied allein das fahrerische Können über den Sieg – ein Umstand, der auf jedem Kurs für maximale Spannung sorgte und der Procar Serie schnell zu großer Popularität verhalf.

Gesamtsieger der ersten Procar Saison wurde Niki Lauda. Im Jahr darauf sicherte sich Nelson Piquet mit drei Siegen in Folge Rang eins in der Gesamtwertung. Der BMW M1 setzte seine Motorsport-Karriere unter anderem in der Deutschen Automobil-Rennsport-Meisterschaft und in der amerikanischen IMSA GTO Championship fort. Als Gruppe-5-Rennfahrzeug mit Turboaufladung für seinen Reihensechszylinder-Motor, einer Leistung von bis zu 1000 PS und imposanten Spoilern gehörte er auch dort zu den besonders spektakulären und erfolgreichen Vertretern seiner Zeit.

Das bedeutendste Kapitel in der Renn-Geschichte des BMW M1 ist bis heute die Procar Serie. 30 Jahre nach dem Debüt des Mittelmotor-Sportwagens lockte 2008 ein Procar Revival die Fans des historischen Motorsports auf den Hockenheimring.

Auf dem Kurs, der sowohl 1979 als auch 1980 Schauplatz eines Rennens der Procar Serie war, nutzten zahlreiche Piloten von einst die Gelegenheit, noch einmal ihr Geschick im Umgang mit dem BMW M1 unter Beweis zu stellen. Ein weiteres Procar Revival fand vor zwei Jahren vor dem Rennen um den „Großen Preis von Österreich“ auf dem Red Bull Ring in Spielberg statt. Der österreichische Formel-1-Kurs gehört ebenfalls zu jenen Strecken, auf denen Rennen der legendären Procar Serie ausgetragen wurden.

Auch auf dem Norisring sind die Procar Racer nicht zum ersten Mal zu Gast. In der zweiten Saison der damaligen Rennserie wurde einer der Procar Läufe auf dem Stadtkurs gestartet. Damals siegte der Deutsche Hans-Joachim Stuck vor Jan Lammers und Marc Surer.

BMW M1 Procar in Nürnberg 1980

BMW M1 Procar in Nürnberg 1980 (Foto: BMW AG)

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