Formel-E-Teams bereiten sich mit Testfahrten auf erste WM-Saison vor

27.11.2020 Berlin. Powering on! Die ABB FIA Formel-E-Weltmeisterschaft geht mit den offiziellen Testfahrten am kommenden Wochenende in ihre „Season Seven“. In Valencia (Spanien) treffen die zwölf Teams der vollelektrischen Rennserie nach intensiven Weiterentwicklungen über den Sommer zur ersten Standort-Bestimmung aufeinander.

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Darunter die Werksmannschaften von Audi, Porsche, Mercedes-Benz und BMW. Getestet wird, was neu ist:

Während die äußere Gestalt der zweiten Generation der Formel-E-Fahrzeuge identisch bleibt, bringen die vier deutschen Hersteller unter der Haube jeweils neue Antriebstränge an den Start. Auch personell haben sich die Mannschaften hinsichtlich ihrer Fahrerkader neu aufgestellt – auch wenn Mercedes-Benz diese Regel als Ausnahme bestätigt.

Mit der ersten Eigenentwicklung eines Antriebstrangs geht Audi in die Saison 2020/2021. Der Audi e-tron FE07 bringt die neue Motor-Generator-Einheit MGU05 mit. Zuvor hatten die Ingolstädter gemeinsam mit Technologiepartner Schaeffler einen Antriebstrang stets weiterentwickelt.

Für die „Season Seven“ begannen die Ingenieure auf dem sprichwörtlichen weißen Blatt Papier. Neben Lucas di Grassi (ITA) geht mit René Rast (GER) der dreimalige DTM-Champion zum ersten Mal für eine volle Formel-E-Saison für Audi in die Rennen.

Wie Audi bringen BMW und Porsche weiterentwickelte Antriebstränge an den Start der Formel E – und neue Fahrer. Neben Maximilian Günther (GER) ergänzt Jake Dennis (GBR) das Team von BMW, das für den iFE.21 auf einen optimierten E-Motor sowie einen überarbeiteten Inverter an den Start setzt.

Porsches Antriebstrang des 99X Electric erfreut sich ebenfalls eines Updates. Das bekannte Gesicht der Stuttgarter Sportwagenschmiede ist André Lotterer (GER), das neue im Team Pascal Wehrlein (GER).

Mercedes-Benz setzt dagegen auf den bewährten Fahrerkader aus Stoffel Vandoorne (BEL) und Nyck de Vries (NED). Neben kleineren Veränderungen des Designs auf der Haube ist auch der Mercedes-Benz EQ Silver Arrow 02 in Sachen Antriebstrang aktualisiert – dem Hauptbetätigungsfeld der Ingenieure innerhalb des Einheitschassis zweiter Generation.

Straffes Programm: fünf Sessions in drei Test-Tagen und jede Menge Medientermine

Die Teams erwartet in Valencia eine prall gefüllte Agenda. Fünf Test-Sessions stehen von Samstag, 28. November bis Dienstag, 1. Dezember auf der Tagesordnung – nur am Montag dreht sich auf der Strecke kein Rad. Dabei gilt es nicht nur, in freien Sitzungen am Set-up zu arbeiten, sondern auch bei Renn- und Qualifying-Simulationen eine erste Standortbestimmung vor der Saison 2020/2021 vorzunehmen.

Erstmals entfällt in Valencia die berühmt-berüchtigte temporäre Schikane. Stattdessen setzt die Formel E auf Sensoren, die das Einhalten der „Track-Limits“ überwachen.

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Stoffel Vandoorne (BEL), Mercedes Benz EQ Formula, EQ Silver Arrow 01, pushed back in garage (Mit freundlicher Genehmigung der Formel E)

Der Zeitplan

Samstag, 28. November 2020

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09:00–12:00 Uhr Test-Session 1
12:45–13:00 Uhr Pressekonferenz (Fahrer)
13:15–13:30 Uhr Pressekonferenz (Teams)
14:00–17:00 Uhr Test-Session 2

Sonntag, 29. November 2020

09:00–12:00 Uhr Test-Session 3
12:45–13:00 Uhr Pressekonferenz (Fahrer)
13:15–13:30 Uhr Pressekonferenz (Teams)
14:00–17:00 Uhr Test-Session 4

Dienstag, 01. Dezember 2020

09:00–15:00 Uhr Test-Session 5
15:15–15:30 Uhr Pressekonferenz (Fahrer)

Audi Sport Abt Schaeffler Formel-E-Team
René Rast

„Für mich war es eine kurze Winterpause! Nur 20 Tage nach dem DTM-Finale geht es mit den Testfahrten in Valencia darum, sich auf die erste volle Saison in der Formel E vorzubereiten. Valencia ist quasi eine neue Rennstrecke für mich – das letzte Mal war ich vor zig Jahren dort. Auf dem Plan steht, das Team und die Abläufe besser kennenzulernen, ein, zwei Set-ups herauszufahren. Ich freue mich, dass es jetzt losgeht. Es wird ein neues Abenteuer – und ich bin gespannt, wie wir uns im Vergleich zur Konkurrenz schlagen werden.“

TAG Heuer Porsche Formel-E-Team
André Lotterer

„Dem Test in Valencia sehe ich mit großen Erwartungen entgegen. Hinter uns liegt eine sehr interessante erste Saison, in der wir viele wichtige Dinge gelernt und von Rennen zu Rennen gute Fortschritte gemacht haben. Die Strecke in Valencia ist zwar auch in der neuen Konstellation, also ohne die zusätzliche Schikane und mit Track-Limits-Sensoren, nicht megarelevant für die Formel E. Aber wir werden sehen, wo wir im Vergleich zur Konkurrenz stehen. Diese Standortbestimmung ist wichtig.“

Mercedes-Benz EQ Formel-E-Team
Stoffel Vandoorne

„Endlich wieder im Formel-E-Cockpit! Bei den Testfahrten in Valencia werden wir nach vielen privaten Tests wieder auf die Konkurrenz treffen. Natürlich ist die Strecke nicht sonderlich repräsentativ für die bevorstehende Saison in der Formel E. Umso mehr werden wir ein Augenmerk darauf haben, die Zusammenarbeit im Team zu optimieren – in einer simulierten Rennumgebung. Ich freue mich, wieder im Cockpit zu sitzen und all die Neuerungen am Auto zu probieren. Wir werden den neuen Antriebstrang mit den vielen kleinen Änderungen testen. Die letzte Saison haben wir als Team extrem positiv abgeschlossen – daran wollen wir kommende Saison anknüpfen. Um dieses Momentum zu bewahren, ist der Test äußerst wichtig.“

BMW i Andretti Motorsport
Maximilian Günther

„Die Vorfreude auf den Test ist sehr, sehr groß. Es sind die letzten Tage im Auto, bevor die Saison im Januar in Santiago de Chile beginnt. Und damit haben wir noch einmal die Gelegenheit, uns einzuschießen. Ich denke, wir haben über den Sommer gut gearbeitet und wollen nun natürlich die letzten Erfahrungen mit den Neuerungen sammeln. Unseren Fokus legen wir auf uns, wir wollen also die Zeit in Valencia bestmöglich nutzen, unser Programm durchzuarbeiten. Natürlich sind andere Teams auch da, und damit das erste Aufeinandertreffen.“

Neel Jani (CHE), Tag Heuer Porsche, Porsche 99x Electric (Mit freundlicher Genehmigung der Formel E)

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