Mercedes-Benz beim Pebble Beach Concours d’Elegance 2015

28.7.2015 Der Pebble Beach Concours d’Elegance ist alljährlich im August ein absolutes Gipfeltreffen edelster Automobile aus aller Welt. Zu Ehren des dort in diesem Jahr anwesenden Rennfahrers Sir Stirling Moss schickt Mercedes-Benz Classic vom 13. bis 16. August 2015 die Rennsport-Ikonen 300 SLR und W 196 R aus dem großartigen Motorsportjahr 1955 nach Kalifornien. Ein seltener Mercedes-Benz C 111 aus der Sammlung von Mercedes-Benz Classic rundet den Auftritt ab.

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Stuttgart. – 1955 ist ein Triumphjahr von Stirling Moss. In einer seitdem unübertroffenen Rekordzeit fährt er die berühmte Mille Miglia in Italien: 1.000 Meilen, durcheilt in reinstem Sportsgeist. Seine Topplatzierungen während der gesamten damaligen Saison tragen erheblich dazu bei, dass Mercedes-Benz vor 60 Jahren an der Spitze des internationalen Automobilsports steht: 1955 wird zur bisher erfolgreichsten Motorsportsaison der Marke überhaupt.

„Unser diesjähriger Auftritt beim Pebble Beach Concours d’Elegance ehrt insbesondere Sir Stirling Moss“, sagt Michael Bock, Leiter Mercedes-Benz Classic und Kundencenter. „Wir bringen zwei Originalfahrzeuge von damals mit – exakt den 300 SLR, mit dem der heute 85 Jahre alte Rennfahrer die Mille Miglia 1955 gewann, sowie den erfolgreichen Formel-1-Rennwagen W 196 R. Ein weiteres Highlight in Pebble Beach wird ein ebenfalls originaler C 111 aus unserer Sammlung sein.“

Sir Stirling Moss eröffnet am Donnerstag (13. August) in einem Mercedes-Benz 300 SL „Gullwing“ (W 198) das Feld der Pebble Beach Tour d’Elegance – chauffiert von einem ebenfalls berühmten Rennfahrer: Jochen Mass. Zu dessen größten Erfolgen zählt der Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans im Jahr 1989 auf Sauber-Mercedes C 9 gemeinsam mit Manuel Reuter und Stanley Dickens.

Der C 111 wird die Tour d’Elegance absolvieren, pilotiert von Michael Bock. Der markante Sportwagen ist wie der 300 SL das Ergebnis der ausgeprägten Innovationskultur der Stuttgarter Marke. So weist der Seriensportwagen 300 SL einen Gitterrohrrahmen auf wie der zugrundeliegende Rennsportwagen von 1952 – und damit auch die durch das Chassiskonzept notwendig gewordenen Flügeltüren. Dieses Merkmal findet sich ebenfalls am futuristisch anmutenden C 111 aus dem Jahr 1969 wieder. Mit diesem Experimentalfahrzeug erforscht Mercedes-Benz damals den Einsatz innovativer Werkstoffe und neuer Antriebstechniken. Angetrieben wird der C 111 durch einen Rotationskolbenmotor nach dem Prinzip von Felix Wankel. Ein Exemplar entsteht mit V8-Hubkolbenmotor, um auch das Potenzial dieser Technik in dem Hochleistungs-Sportwagen auszuloten – genau dieses Fahrzeug bringt Mercedes-Benz mit nach Pebble Beach.

Ab Freitag (14. August) ist die Mercedes-Benz Star Lounge für die Öffentlichkeit geöffnet. Zudem unterstützt Mercedes-Benz Classic die Clubveranstaltung „Legends of the Autobahn“, die sich insbesondere herausragenden Fahrzeugen deutscher Herkunft verschrieben hat. Ausgestellt wird ein 500 SL (R 107) aus dem Jahr 1980 in seltener Rallye-Ausführung, und voraussichtlich werden zwei Kundenfahrzeuge betreut – ein 230 SL (W 113) aus dem Jahr 1964 sowie ein 300 SD (W 116) aus dem Jahr 1980.

Concours d’Elegance als Höhepunkt

Der Höhepunkt der Veranstaltung ist der Concours d’Elegance am Sonntag (16. August). Mercedes-Benz Classic stellt den 300 SLR, den W 196 R sowie den C 111 zur Schau. Beim Concours d’Elegance ist die Marke traditionell mit zahlreichen herausragenden Fahrzeugen der fast 130-jährigen Historie vertreten, eingereicht von Sammlern aus aller Welt. Eine Auszeichnung in Pebble Beach gilt als eine der begehrtesten Trophäen in der Automobilwelt. Und Mercedes-Benz ist hier seit Jahren einer der besonders erfolgreichen Gäste des Concours d’Elegance: Zur langen Liste der unter der kalifornischen Sonne erhaltenen Auszeichnungen mit dem Titel „Best of Show“ zählen seit 1950 mehrere Gesamtsiege sowie mehr als 120 Klassensiege und Spezialpreise.

Das elegante Klassiker-Treffen am 18. Grün des Golfplatzes „Pebble Beach Golf Links“ ist auch Rahmen für weltweit renommierte Versteigerungen historischer Automobile. Bei den exklusiven Auktionen erzielen klassische Fahrzeuge regelmäßig Höchstpreise.
Die Fahrzeuge von Mercedes-Benz Classic beim Pebble Beach Concours d’Elegance 2015

Mercedes-Benz 300 SLR Rennsportwagen (W 196 S)

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Mit dem 300 SLR (W 196 S) gewinnt Mercedes-Benz 1955 die Sportwagen-Weltmeisterschaft. Das Fahrzeug ist im Prinzip ein mit zweisitziger Sportwagen-Karosserie versehener Formel-1-Rennwagen des Typs W 196 R. Der technische Hauptunterschied liegt im Motor: Der Rennsportwagen, der nicht an das Hubraumlimit des Formel-1-Reglements gebunden ist, wird von einer Dreiliter-Version des Reihenachtzylinders angetrieben und verfügt über Zylinderblöcke, die nicht aus Stahl, sondern aus Leichtmetall gefertigt sind. Außerdem wird der 300 SLR nicht mit speziellem Rennkraftstoff auf Methanolbasis, sondern mit regulärem Superbenzin betrieben. Die Leistung von mehr als 220 kW (300 PS) sowie seine Standfestigkeit und Zuverlässigkeit machen den 300 SLR seinen Konkurrenten im Jahr 1955 weit überlegen, was er durch Doppelsiege bei der Mille Miglia, beim Eifelrennen, beim Großen Preis von Schweden und bei der Targa Florio (Sizilien) unter Beweis stellt. Bei der Mille Miglia 1955 gewinnen Stirling Moss und Beifahrer Denis Jenkinson (Startnummer 722) mit der bis heute unübertroffenen Durchschnittsgeschwindigkeit von 157,65 km/h. Die Bilanz dieses Rennsportwagens ist bis einzigartig: Jedes Rennen, zu dem ein Mercedes-Benz 300 SLR antritt und das er beendet, gewinnt der W 196 S.

Technische Daten Mercedes-Benz Rennsportwagen 300 SLR (W 196 S)
Einsatz: 1955
Zylinder: 8/Reihe
Hubraum: 2.982 Kubikzentimeter
Leistung: 222 kW (302 PS) bis 228 kW (310 PS)
Höchstgeschwindigkeit: über 300 km/h
Mercedes-Benz 2,5-Liter-Rennwagen (W 196 R)mit frei stehenden Rädern, 1955

Bei den meisten Formel-1-Rennen der Jahre 1954 und 1955 kommt nicht der Stromlinienwagen, sondern der klassische Monoposto mit frei stehenden Rädern zum Einsatz. Dieser ist für kurvenreiche Rennstrecken deutlich besser geeignet, weil er dem Fahrer ein viel besseres Maßnehmen in den Kurven ermöglicht. Wie die Stromlinienausführung, so gewinnt auch die klassische Version gleich ihren ersten Renneinsatz, den Großen Preis von Europa auf dem Nürburgring. Sieger ist Juan Manuel Fangio, der bereits das Auftaktrennen in Reims gewonnen hat und mit einem 4. Platz beim Großen Preis von England erfahren muss, dass der Stromlinienwagen für kurvenreiche Strecken nur bedingt geeignet ist. Für seine zweite Saison wird der W 196 R überarbeitet: Das gerade Saugrohr ermöglicht eine auf 213 kW (290 PS) gesteigerte Motorleistung und ist durch die zusätzliche Wölbung auf der linken Seite der Motorhaube das äußere Erkennungsmerkmal der Version von 1955. Darüber hinaus setzt Mercedes-Benz den W 196 R mit unterschiedlichen Radständen ein, und auch die Anordnung der Trommelbremsen wird variiert. Das Ergebnis ist ein überlegener Rennwagen, der auch die Saison 1955 dominiert und Juan Manuel Fangio zu seinem zweiten Weltmeistertitel auf Mercedes-Benz verhilft.

Technische Daten Formel-1-Rennwagen Mercedes-Benz W 196 R
Einsatz: 1954-1955
Zylinder: 8/Reihe
Hubraum: 2.497 Kubikzentimeter
Leistung: 188 kW (256 PS) bis 213 kW (290 PS)
Höchstgeschwindigkeit: bis zu 300 km/h
Mercedes-Benz Experimentalfahrzeug C 111 mit V8-Motor (1970)

Mercedes-Benz stellt den C 111 im September 1969 auf der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt am Main vor. Das Forschungsfahrzeug mit extremer Keilform und Flügeltüren besitzt eine Karosserie aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) und wird von einem Dreischeiben-Wankelmotor mit 206 kW (280 PS) Leistung angetrieben. Der futuristisch anmutende Sportwagen ist bis zu 270 km/h schnell. Im folgenden Jahr wird die überarbeitete Version des C 111 auf dem Genfer Automobil-Salon vorgestellt, nun von einem Vierscheiben-Wankelmotor mit 257 kW (350 PS) Leistung angetrieben. In dieser Version beschleunigt der C 111 in 4,9 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 300 km/h. Diese zweite Version des Forschungsfahrzeugs dient auch als Basis für eine V8-Variante des C 111 mit dem Serienmotor M 116 (147 kW/200 PS), die die Mercedes-Benz Ingenieure und Techniker zu Vergleichen mit dem Wankel-Sportwagen verwenden. Den zahlreichen Bestellungen zum Trotz bleibt der C 111 ein reines Experimentalfahrzeug und wird nicht in Serie gebaut. Stattdessen entwickelt Mercedes-Benz später auf dieser Basis eine Reihe von Rekordfahrzeugen: Den C 111-II D (1976) und den C 111-III (1977-1978, beide mit Fünfzylinder-Turbodieselmotor) und den C 111-IV (1979, V8-Ottomotor mit Turboaufladung).

Technische Daten Mercedes-Benz C 111 mit V8-Motor
Produktionszeitraum: 1970
Zylinder: V8
Hubraum: 3.499 Kubikzentimeter
Leistung: 147 kW (200 PS)

Die Markenbotschafter von Mercedes-Benz Classic beim Pebble Beach Concours d’Elegance 2015

Sir Stirling MossGeboren am 17. September 1929 in London, England

Mit seinem herausragenden Sieg auf Mercedes-Benz 300 SLR bei der Mille Miglia 1955 schreibt sich Stirling Moss auf ewig in die Bestenliste der Mercedes-Benz Rennfahrer ein. Schon als Jugendlicher träumt er von einer Karriere als Rennfahrer, 1948 startet er zu ersten Rennen in der britischen 500-Kubikzentimeter-Formel (Formel 3). 1949 und 1950 wird er englischer Formel-2-Meister. 1950 gewinnt er die Tourist Trophy auf einem privaten Jaguar. 1954 startet Moss auf Maserati in der Formel 1. Nach Testfahrten verpflichtet ihn Alfred Neubauer Ende 1954 für die Mercedes-Benz Werksmannschaft als Fahrer in der Saison 1955. Moss gewinnt mit dem Silberpfeil W 196 R in der Formel 1 den Großen Preis von Großbritannien in Aintree, holt jeweils einen zweiten Platz in den Großen Preisen von Belgien und den Niederlanden und wird Vizemeister der Formel 1. Seine absolute Domäne sind aber Sportwagenrennen mit dem eigens für diese Saison entwickelten Mercedes-Benz 300 SLR Rennsportwagen. Moss gewinnt auf diesem Fahrzeug die Mille Miglia, die Tourist Trophy (mit John Cooper Fitch) und die Targa Florio (mit Peter Collins). So macht er den Weltmeistertitel der Sportwagen für Mercedes-Benz perfekt. Nachdem sich die Stuttgarter Marke Ende 1955 aus dem aktiven Rennsport zurückzieht, beweist sich Moss mit Fahrzeugen anderer Marken immer wieder als Fahrer von Weltklasseformat. Nach einem Unfall in Goodwood beendet er 1962 seine aktive Karriere. Moss, der 1999 von der britischen Königin geadelt wird, bleibt dem Motorsport eng verbunden. Insbesondere engagiert er sich als Mercedes-Benz Markenbotschafter und Zeitzeuge einer der glänzendsten Epochen der Motorsportgeschichte bei Veranstaltungen von Mercedes-Benz Classic.

Jochen MassGeboren am 30. September 1946 in Dorfen, Deutschland

Jochen Mass beginnt seine abwechslungsreiche Karriere im Motorsport 1968 mit Tourenwagenrennen für Alfa Romeo und als Werksfahrer bei Ford in den Jahren 1970 bis 1975. In dieser Zeit gewinnt er 1972 die 24 Stunden von Spa-Francorchamps. Parallel hierzu startet er in der Formel 2 (1973) und in 105 Grands Prix der Formel 1 (1973/74 mit Surtees; 1975 bis 1977 mit McLaren; 1978 mit ATS; 1979/80 mit Arrows; 1982 mit March). Mit dem Titel des Deutschen Sportwagen-Meisters 1985 und nach seiner Tätigkeit als Werksfahrer bei Porsche bis 1987 wird er Werksfahrer im Team Sauber-Mercedes. Bis 1991 fährt er für dieses Team in der Gruppe C. Im neuen Silberpfeil, dem Sauber-Mercedes C 9, siegt Jochen Mass 1989 im Team mit Manuel Reuter und Stanley Dickens beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans und erringt im gleichen Jahr auch die Vizeweltmeisterschaft. Drei Jahre später, im Jahr 1992, wechselt Mass in das Team-Management der DTM. Bis heute geht Jochen Mass regelmäßig für Mercedes-Benz bei historischen Veranstaltungen an den Start.

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