Porsche geht als Rekordsieger in die 12 Stunden von Sebring 2018

16.3.2018. Bereits zum 66. Mal wird am 17. März der Sportwagenklassiker in Florida ausgetragen, das älteste und härteste Sportwagenrennen in den USA. Porsche hat mit seinen Erfolgen auf dem legendären Sebring International Raceway Motorsportgeschichte geschrieben.

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Ein Rekord sind nicht nur die 18 Gesamt- und 70 Klassensiege, die Porsche zum erfolgreichsten Hersteller bei diesem Klassiker machen. Unerreicht sind auch die 4.198 Gesamtführungsrunden auf dem Flugplatzkurs im Herzen Floridas. Seit 1953 stand in jedem Jahr mindestens ein Porsche in der Startaufstellung – außer 1974, als das Rennen wegen der Ölkrise ausfiel. 58 Jahre nach dem ersten Gesamtsieg mit dem Porsche 718 RS sind zwei 911 RSR in Sebring am Start, eingesetzt vom Porsche GT Team in der mit Fahrzeugen von fünf Automobilherstellern stark besetzten Klasse GTLM. Mit zwei 911 GT3 R treten Porsche-Kundenteams beim zweiten Saisonrennen der IMSA SportsCar Championship und des North American Endurance Cup an.

Das Rennen

Dieses Rennen ist einer der großen Sportwagenklassiker. In seiner Siegerliste haben sich neben Porsche-Legenden wie Dan Gurney, Hans Herrmann und Jacky Ickx ebenso die ehemaligen Formel-1-Weltmeister Juan Manuel Fangio und Mario Andretti verewigt. Auch Hollywood-Stars erfüllten sich in Sebring ihren Rennfahrertraum: Paul Newman war bei dem Klassiker in Florida genauso am Start wie Patrick Dempsey und Steve McQueen, der es 1970 mit einem Porsche 908 als Zweiter sogar aufs Podium schaffte. Der 5,954 Kilometer lange Sebring International Raceway entstand auf einem ehemaligen Flugplatz der US Air Force und wurde am 31. Dezember 1950 eröffnet.

Die Porsche-Fahrer

Den 911 RSR des Porsche GT Teams mit der Startnummer 911 fahren auch in Sebring Patrick Pilet (Frankreich), Nick Tandy (Großbritannien) und Frédéric Makowiecki (Frankreich). Laurens Vanthoor (Belgien), Earl Bamber (Neuseeland) und Gianmaria Bruni (Italien) wechseln sich im Cockpit der Startnummer 912 ab. Zwei Kundenteams treten mit dem 911 GT3 R und Werksfahrerunterstützung in der Klasse GTD an: Für Wright Motorsports sind Patrick Long (USA) sowie Porsche Young Professional Mathieu Jaminet (Frankreich), Robert Renauer (Jedenhofen) und Christina Nielsen (Dänemark) als Porsche Selected Driver 2018 am Start. Park Place Motorsports vertraut auf Jörg Bergmeister (Langenfeld) und seine amerikanischen Teamkollegen Patrick Lindsey und Timothy Pappas.

Die Porsche-­Fahrzeuge

Beim 911 RSR wurde für seine zweite Rennsaison neben Setup-Optimierungen vor allem die Zuverlässigkeit weiter verbessert. Der vor der Hinterachse eingebaute Motor leistet je nach Restriktorgröße rund 375 kW (510 PS). Für aerodynamische Effizienz und ein hohes Maß an Abtrieb sorgt der besonders große Heckdiffusor in Kombination mit dem hängend angebundenen Heckflügel. Für den 911 GT3 R stellt Porsche seinen Kundenteams 2018 ein Evolutionspaket zur Verfügung. Der über 368 kW (500 PS) starken Rennwagen wurde für die weltweiten GT3-Serien auf Basis des Seriensportwagens 911 GT3 RS konstruiert.

Die Porsche-Erfolge

Die Erfolgsserie von Porsche auf dem Sebring International Raceway begann 1960 mit dem ersten Sieg von Hans Herrmann und Olivier Gendebien im 718 RS/60. Neben 18 Gesamtsiegen weist die Erfolgsstatistik 70 Klassensiege auf. Der vorerst letzte gelang 2015 Alex Job Racing mit dem 911 GT America. Im Jahr davor waren Jörg Bergmeister, Michael Christensen und Patrick Long mit dem 911 RSR erfolgreich. Seit 1979 gehen 28 GT-Klassensiege auf das Konto von Porsche, 15 Mal startete ein Sportwagen aus Zuffenhausen von der GT-Pole-Position. Mit dieser Erfolgsbilanz steht Porsche ebenso im Rekordbuch von Sebring wie mit der unerreichten Serie von 13 Gesamtsiegen hintereinander zwischen1976 und 1988.

Die Zeiten

Das Zwölfstundenrennen startet am Samstag, 17. März, um 10.40 Uhr Ortszeit (15.40 Uhr MEZ). Live übertragen wird es außerhalb der USA im Internet auf www.imsa.com.

Stimmen vor dem Rennen

Dr. Frank-Steffen Walliser, Leiter Motorsport und GT-Fahrzeuge: „In Daytona sind wir nicht mit dem erhofften Ergebnis ins Motorsportjahr 2018 gestartet. Auch wenn dadurch der Druck steigt, tun wir gut daran, gelassen zu bleiben. Die Saison hat gerade erst begonnen. Wir wissen, wo wir uns noch verbessern müssen, und daran arbeiten wir mit Hochdruck. Wir haben aus Daytona trotz allem auch viel Positives mitgenommen. Das versuchen wir in Sebring in eine noch bessere Performance und ein unseren Vorstellungen entsprechendes Resultat umzusetzen. Als erfolgreichster Hersteller in der Geschichte dieses einzigartigen Rennens haben wir schließlich einen Ruf zu verteidigen. Das werden wir mit der bestmöglichen Vorbereitung und dem gewohnten Engagement des gesamten Teams tun.“

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Pascal Zurlinden, Gesamtprojektleiter GT-Werksmotorsport: „Der zweite Klassiker in dieser Saison ist eine brutale Herausforderung. Die Hitze in Florida und die Strecke mit ihren vielen Bodenwellen verlangen den Fahrern alles ab. Auch die Anforderungen für die Autos sind so extrem wie bei keinem anderen Rennen in der IMSA SportsCar Championship. Mit unserem 911 RSR haben wir in Sebring so viele Testkilometer abgespult wie auf kaum einer anderen Rennstrecke. Dadurch sind wir bestens gerüstet, um gegen die starke Konkurrenz bestehen zu können.“

Sebastian Golz, Projektleiter 911 GT3 R: „Der Sebring International Raceway ist eine der Rennstrecken mit den höchsten Haltbarkeitsanforderungen an das Material. Der 911 GT3 R verfügt auf Grund seines Heckmotorkonzepts über hervorragende Traktionseigenschaften. Diesen Vorteil kann er vor allem beim Herausbeschleunigen aus der engen Hairpin-Kurve nach Start und Ziel nutzen. Mit dem Evolutionspaket, das wir für 2018 entwickelt haben, sollten unsere Kunden mit dem 911 GT3 R um ein Podium kämpfen können.“

Das ist die IMSA SportsCar Championship

Die IMSA SportsCar Championship ist eine Sportwagenrennserie, die seit 2014 in den USA und Kanada ausgetragen wird. Sie ist aus dem Zusammenschluss der American Le Mans Series und der Grand-Am Series entstanden. Sportprototypen und Sportwagen starten dabei in drei verschiedenen Klassen: GTLM (GT Le Mans), GTD (GT Daytona) und P (Prototype). Der Porsche 911 RSR fährt in der Klasse GTLM, der Porsche 911 GT3 R in der Klasse GTD.

Die Rennen 2018

27./28.01. Daytona International Speedway, Daytona/Florida *
17.03. Sebring International Raceway, Sebring/Florida *
14.04. Long Beach Street Circuit, Long Beach/Kalifornien
06.05. Mid-Ohio Sports Car Course, Lexington/Ohio
02.06. Detroit Belle Isle, Detroit/Michigan (nur GTD/P)
01.07. Watkins Glen International, Watkins Glen/New York *
08.07. Canadian Tire Motorsport Park, Bowmanville/Ontario
21.07. Lime Rock Park, Lime Rock/Connecticut
05.08. Road America, Elkhart Lake/Wisconsin
19.08. Virginia International Raceway, Danville/Virginia
09.09. Mazda Raceway Laguna Seca, Monterey/Kalifornien
13.10. Petit Le Mans, Road Atlanta, Braselton/Georgia *

* Diese Rennen werden für den North American Endurance Cup gewertet.

Verbrauchsangaben

911 GT3 RS: Kraftstoffverbrauch kombiniert 12,7 l/100 km; CO2-Emission 296 g/km

911 RSR

911 RSR, IMSA WeatherTech SportsCar Championship, Daytona, 2018, Porsche AG

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