Porsche will 2014 GT-Sieg aus dem Vorjahr wiederholen

9.6.2014 Stuttgart. Es war eine Premiere, wie sie erfolgreicher nicht hätte sein können: Bei seinem ersten Start bei den 24 Stunden von Le Mans feierte der Porsche 911 RSR im Vorjahr einen Doppelsieg.

WERBUNG:

Das Porsche Team Manthey setzt bei der 82. Auflage des berühmtesten Langstreckenrennens der Welt, die am 14./15. Juni auf dem Circuit des 24 Heures ausgetragen wird, erneut zwei 911 RSR in der Klasse GTE-Pro ein. Neben dem Werksteam sind auch wieder Porsche-Kundenteams aus Europa und den USA in der GTE-Am-Kategorie, die Porsche 2013 ebenfalls gewinnen konnte, am Start. Der Klassiker in der französischen Provinz, in dessen Annalen Porsche mit 16 Gesamtsiegen als erfolgreichster Hersteller geführt wird, gilt als Saisonhöhepunkt der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC.

Das Rennen

Die 1923 erstmals ausgetragenen 24 Stunden von Le Mans sind das härteste Autorennen der Welt und die größte Herausforderung, die der Motorsport zu bieten hat. Einzigartig ist der Klassiker allein schon wegen des 13,629 Kilometer langen Circuit des 24 Heures, einer der ältesten und schnellsten Rennstrecken der Welt mit 38 Kurven und der legendären, rund fünf Kilometer langen Hunaudières-Geraden. Der Vollgasanteil beträgt fast 75 Prozent.

Die Porsche-Fahrer

Bei dem Rennen, das mit doppelter Punktzahl als dritter Lauf zur Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC gewertet wird, teilen sich die Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld), Patrick Pilet (Frankreich) und Nick Tandy (Großbritannien) in der Klasse GTE-Pro den 911 RSR mit der Startnummer 91. Im Cockpit der Nummer 92 wechseln sich ihre Werksfahrerkollegen Marco Holzer (Lochau), Frédéric Makowiecki (Frankreich) und Vorjahressieger Richard Lietz (Österreich) ab. In der Klasse GTE-Am treten Kundenteams mit zwei Porsche 911 RSR an: Für Dempsey Racing-Proton fahren Patrick Dempsey (USA) und Joe Foster (USA) zusammen mit Porsche-Werksfahrer Patrick Long (USA), für Proton Competition sind Christian Ried (Schönebürg), Porsche-Junior Klaus Bachler (Österreich) und Khaled Al Qubaisi (Abu Dhabi) am Start. Jeweils zwei Porsche 911 GT3 RSR aus dem Vorjahr setzen die Kundenteams IMSA Performance Matmut und Prospeed Competition ein. Für IMSA Performance Matmut treten die Franzosen Franzosen Erik Maris, Jean Marc Merlin und Eric Hélary sowie Raymond Narac, Nicolas Armindo und David Hallyday an. Prospeed Competition stellt sich der Herausforderung Le Mans mit Cooper MacNeil (USA), Bret Curtis (USA) und Jeroen Bleekemolen (Niederlande) sowie mit den Franzosen Francois Perrodo und Emmanuel Collard.

Der Porsche 911 RSR

Der Porsche 911 RSR, der seit 2013 in der Sportwagen-Weltmeisterschaft am Start ist, basiert auf der siebten Generation der Sportwagenikone 911. Für die Saison 2014 wurde der 470 PS starke Le-Mans-Doppelsieger des Vorjahres in vielen Bereichen weiter verbessert. Neben dem WEC-Auftaktrennen in Silverstone siegte er in diesem Jahr auch bei den Langstreckenklassikern in Daytona und Sebring. Durch die Balance-of-Performance-Einstufung muss der 911 RSR in Le Mans im Vergleich zum Vorjahr mit einem um 25 Kilogramm höheren Fahrzeuggewicht sowie jeweils von 29,6 auf 29,3 Millimeter verkleinerten Restriktoren antreten.

Die Zeiten

Das Freie Training auf dem Circuit des 24 Heures wird am Mittwoch, 11. Juni, von 16.00 Uhr bis 20.00 Uhr ausgetragen. Im Anschluss daran steht von 22.00 Uhr bis Mitternacht das erste Qualifying auf dem Programm. Zwei weitere Qualifikationstrainings folgen am Donnerstag, 12. Juni, von 19.00 Uhr bis 21.00 Uhr und von 22.00 Uhr bis Mitternacht. Die Startflagge zur 24-Stunden-Jagd fällt am Samstag, 14. Juni, um 15.00 Uhr. Die 56 Autos werden von Ex-Formel-1-Weltmeister Fernando Alonso auf die Reise geschickt.

TV-Tipp

WERBUNG:

Eurosport International und Eurosport 2 übertragen abwechselnd das komplette Rennen live. Auch die letzten zwei Stunden des Freien Trainings sowie die drei Qualifyings und das Warm-up werden live gezeigt. Dazu gibt es über die Woche verteilt verschiedene Sendungen rund um das berühmteste Langstreckenrennen der Welt mit News, Interviews, Porträts und Hintergrundberichten. Ausführliche TV-Hinweise finden Sie unter www.eurosport.com.

Stimmen vor dem Rennen

Hartmut Kristen, Porsche Motorsportchef: „Le Mans ist das Highlight der Saison. Für unsere Teams und Fahrer ist dieses Rennen eine außergewöhnliche Herausforderung, die wir hoch motiviert und gut vorbereitet in Angriff nehmen. Der 911 RSR musste nach unserem Doppelsieg zum Saisonauftakt in Silverstone 25 Kilogramm Gewicht zuladen, die beiden Restriktoren sind im Vergleich zum Vorjahr im Durchmesser jeweils 0,3 Millimeter kleiner. Betrachtet man zusätzlich Änderungen gegenüber 2013 bei dem einen oder anderen Wettbewerber, muss man sich schon fragen, wie ausbalanciert Balance of Performance wirklich ist. Wir halten es im Sinne des Sports für dringend geboten, für die Einstufung der Fahrzeuge eine Regelung zu finden, bei der man nicht Angst haben muss, für eine gute Performance sofort bestraft zu werden, so wie uns das nach Silverstone passiert ist. Wir werden gleichwohl hart daran arbeiten, in Le Mans einen genau so guten Job zu machen wie im Vorjahr.“

Jörg Bergmeister (#91): „Ich war seit 2002 jedes Jahr in Le Mans am Start und es ist ein großartiges Gefühl, auch diesmal wieder dabei zu sein. Für mich ist es das Highlight der Saison. Dieses Rennen hat eine ganz spezielle Atmosphäre und ist immer wieder eine tolle Herausforderung. Ich mag vor allem die extrem schnellen Kurven, die machen am meisten Spaß. Im vergangenen Jahr wurden wir Zweiter hinter unseren Teamkollegen und ich hätte natürlich nichts dagegen, wenn wir diese Reihenfolge diesmal umdrehen könnten.“

Patrick Pilet (#91): „Le Mans ist ein sehr spezielles Rennen, vor allem für mich als Franzose. Es ist immer wieder fantastisch, auf einer so extremen Strecke und vor so vielen Fans zu fahren. Neben dem Indy 500 und dem Grand Prix von Monaco ist Le Mans das größte Rennen der Welt. Wir sind gut vorbereitet und haben mit dem 911 RSR ein sehr starkes Auto, speziell auf den langen Geraden. Es wäre schön, wenn wir das in einen Sieg umsetzen können. Letztes Jahr waren wir ja schon sehr nahe dran.“

Nick Tandy (#91): „Seit ich 2010 zum ersten Mal mit Porsche in Le Mans gefahren bin, ist es mein Ziel, bei diesem Rennen auf dem Podium zu stehen. Diese Chance hast du nur einmal im Jahr und ich werde alles tun, um mir diesen Traum zu erfüllen. Für einen Rennfahrer ist Le Mans ein magischer Ort. Schon wenn du ins Fahrerlager kommst, spürst du die große Historie. Etwas ganz Besonders ist auch der Circuit des 24 Heures, diese außergewöhnliche Kombination aus Rennstrecke und ganz normaler Landstraße. Für mich ist es eine Ehre, in diesem Jahr wieder für Porsche in Le Mans zu fahren.“

Marco Holzer (#92): „Als ich 2010 das erste Mal in Le Mans am Start war, schafften wir es als Dritte auf Anhieb aufs Podium. Wenn ich an den Jubel der Fans bei der Siegerehrung denke, läuft es mir immer noch eiskalt den Rücken herunter. Dieses Gefühl würde ich auch diesmal gerne wieder spüren. Die Chancen stehen nicht schlecht. Wir haben ein gutes Auto und ein starkes Team im Rücken. Doch in Le Mans darfst du dir nicht den kleinsten Fehler erlauben. Du musst immer voll konzentriert sein, sonst hast du keine Chance.“

Frédéric Makowiecki (#92): „Als Franzose willst du unbedingt in Le Mans fahren. Und du willst unbedingt gewinnen. Deine Familie schaut an der Strecke zu, deine Freunde sind da und unterstützen dich. Das ist die größte Motivation, alles zu erreichen, was du dir vorgenommen hast. Als Kind habe ich von Porsche geträumt. Ich habe meine Rennkarriere mit Porsche begonnen. Wenn ich mit Porsche in Le Mans gewinnen würde, wäre das für mich das Größte. Dazwischen liegen aber 24 harte Stunden, in denen es auf sehr viele Dinge ankommt und in denen sehr viel passieren kann. Doch gerade deshalb ist in Le Mans alles möglich.“

Richard Lietz (#92): „Mit Le Mans verbinde ich sehr viele schöne Erinnerungen, vor allem natürlich an meine Siege 2007, 2010 und 2013. Es ist das größte Rennen der Welt. Ich liebe es. Wenn ich nicht als Fahrer dabei wäre, würde ich mir eine Eintrittskarte kaufen und mich als Zuschauer auf die Tribüne setzen. Früher zählte in Le Mans nur der Sieg. Seit 2013 ist es Teil der Sportwagen-Weltmeisterschaft WEC, was bedeutet: Wenn du nicht gewinnen kannst, musst du wenigstens schauen, so viele Punkte wie möglich mit nach Hause zu nehmen. Die Verbindung Porsche und Le Mans ist pure Rennfaszination. Wenn du in Le Mans für Porsche starten darfst, dem erfolgreichsten Hersteller in der Geschichte dieses Rennens, dann brauchst du keine großartige Motivation. Du gibst automatisch immer dein Bestes, um zu gewinnen.““

Patrick Long (#77): „Le Mans ist immer wieder eine tolle Herausforderung. Dieses Rennen will jeder gewinnen, ganz egal, in welcher Klasse er am Start ist. Ich freue mich darauf, Patrick Dempsey und Joe Foster und dem gesamten Team dabei zu helfen, sich ihren Le-Mans-Traum zu erfüllen. Im vergangenen Jahr schrammten wir nur knapp am Podium vorbei. Diesmal wollen wir es schaffen.“

WERBUNG:

Durch die weitere Nutzung der Seite stimmst du der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen