Ruben Zeltner ist Deutscher Rallye-Meister 2014

13.10.2014 Weißwasser. Ruben Zeltner ist Deutscher Rallye-Meister 2014. Dem Porsche-Pilot aus Lichten¬stein in Sachsen, ist der Titel bereits einen Lauf vor dem gemeinsamen Finale von Deutscher Rallye-Meisterschaft (DRM) und ADAC Rallye Masters bei der ADAC 3-Städte-Rallye (24. bis 25. Oktober) nicht mehr zu nehmen.

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Der schärfste Verfolger des neuen Champions, Hermann Gaßner junior (Surheim), sammelte mit seiner Co-Pilotin Ursula Mayrhofer im Mitsubishi Lancer R4 bei der ADMV-Lausitz-Rallye zwei Punkte zu wenig, um die Meisterschafts¬entscheidung noch offen zu halten. Beim einzigen reinen Schotter-Lauf der Saison schlug er sich allerdings achtbar: Hinter dem Norweger Anders Gröndal (Subaru Impreza N14) schloss Gaßner junior mit dem den zweiten Platz und damit als bester DRM-Pilot ab. Dritter wurde der Lette Martins Svilis (Mitsubishi Lancer Evo 8). Wegen Unbefahrbarkeit der letzten Prüfungen wurde die Rallye verkürzt und nach der achten von zehn Wertungsprüfungen (WP) beendet. Alle Informationen rund um die DRM sowie Punkte und Ergebnisse gibt es im Internet unter www.adac-motorsport.de/DRM.

„Unsere Chancen sind eher theoretischer Natur, deshalb möchte ich hier ganz entspannt fahren“, hatte Zeltner-Verfolger Hermann Gaßner junior bei der ADMV Lausitz-Rallye die Ausgangslage skizziert. Doch einmal auf den anspruchsvollen Schotter-WPs unterwegs, gab der Surheimer Vollgas: Im Kampf mit einer ganzen Armada starker Schotter-Spezialisten aus Nord- und Osteuropa war er der beste deutsche Teilnehmer und konnte sich in einem spannenden Kampf um die zweite Position durchsetzen. Vielleicht wäre sogar noch mehr drin gewesen, wenn nicht der spätere Sieger Anders Gröndal bereits zu Beginn uneinholbar in Führung gegangen wäre.

Der Norweger nutzte die freie Sicht auf der Auftaktprüfung und setzte sich über eine Minute vom Rest des Feldes ab, während die Konkurrenten durch den dichten Staub gehandicapt waren. „Die Sichtweite lag teilweise unter zwei Metern“, beschreibt Gaßner junior. „Auf der Prüfung haben wir mehrfach gestanden. So schleppten wir von Beginn an einen Riesen-Rückstand mit uns herum.“ Dennoch konnte der Surheimer mit seiner Leistung zufrieden sein, auch wenn es nicht dazu reichte, die Titelentscheidung noch einmal zu vertagen: „Zu Beginn musste ich mich noch daran gewöhnen, den R4 auf Schotter zu bewegen. Das war für uns eine Premiere. Aber es lief immer besser – das Auto ist wie gemacht für Schotter.“

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Am Ende fehlten ihm schließlich 3,1 Sekunden: Auf der als Powerstage gewerteten WP 7 wurde er mit diesem Rückstand auf den Finnen Kristian Kiviniemi (Mitsubishi Lancer R4) als Dritter gewertet und erhielt dafür einen Zusatzpunkt. Er hätte neben den 25 Punkten für den DRM-Sieg aber die drei Punkte für die Bestzeit benötigt, um Zeltners Titel zu verhindern. So blieb dem Deutschen Rallye-Meister von 2009 nur, dem diesjährigen Champion sportlich-fair zu gratulieren: „Herzlichen Glückwunsch an Ruben, er hatte eine Super-Saison. Wir haben versucht, es noch bis zum Finale spannend zu halten, aber letztlich haben uns dazu die zwei Pünktchen in der Powerstage gefehlt.“

Erster DRM-Titel für Porsche seit 1977

Den neuen Champion Ruben Zeltner erreichte die Nachricht vom Titelgewinn im Urlaub. Der Porsche-Pilot hatte den Start bei der Lausitzer Schotter-Rallye ausgeschlagen, weil er im heckgetriebenen 911 GT3 R auf dem losen Geläuf gegen die Allrad-Konkurrenz ohnehin chancenlos gewesen wäre und sein Vorsprung in der Tabelle bereits komfortabel war. „Das macht mich natürlich glücklich und froh“, jubelte er.

„Wir sitzen hier auf Mallorca gerade mit einigen Freunden zusammen und werden den Titel heute Abend sicherlich feiern. Jetzt kann ich die ADAC 3-Städte-Rallye ganz entspannt angehen, denn es ist für mich Ehren¬sache, dass ich beim Finale dabei bin.“ Für Zeltner ist es der bislang größte Erfolg seiner Laufbahn. Der gebürtige Schwabe begann seine Rallye-Karriere auf dem Beifahrersitz und startete in den 80er Jahren in der österreichischen Rallye-Staats¬meister¬schaft. Er stieg bis in das Werksteam von Volkswagen auf, wo er als Co-Pilot mit Raimund Baumschlager unterwegs war. Seinen ersten Einsatz als Fahrer absolvierte er 1999, den ersten DRM-Start im Jahr 2001. Hier sorgte er in den vergangenen Jahren vor allem auf Porsche 911 für Furore und holte in diesem Jahr für die Marke aus Zuffenhausen den ersten DRM-Titel seit dem Erfolg von Ludwig Kuhn / Klaus Hopfe im Jahr 1977.

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