Rückblick ADAC TCR Germany 2018

24.10.2018 München. Spannung bis zum Schluss versprach das furiose Finale der ADAC TCR Germany-Saison 2018. Am Ende war Harald Proczyk (42, Österreich, HP Racing International) der strahlende Gewinner und sicherte sich nach insgesamt 14 Rennen die Meisterschaft.

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Doch der 42 Jahre alte Österreicher triumphierte nicht nur in der Fahrerwertung, sondern durfte als Teamchef von HP Racing International auch in der Teamwertung jubeln. Bei den Rookies setzte sich Max Hesse (17, Wernau, Prosport Performance) denkbar knapp mit nur 4,5 Punkten Vorsprung vor Luke Wankmüller (17, Straubenhardt, HP Racing International) durch.

Nachwuchstalent Luca Engstler (18, Wiggensbach, Hyundai Team Engstler) und der Niederländer Niels Langeveld (30, Niederlande, Racing One) mussten sich dem erfahrenen Proczyk geschlagen geben und belegten die Plätze zwei und drei der Fahrerwertung.

Zahlen und Fakten der ADAC TCR Germany 2018

Alte Hasen – Newcomer: Insgesamt gingen in dieser Saison 41 Fahrer aus zehn Nationen an den Start – erstmals waren Fahrer aus Frankreich, Kroatien und Tschechien dabei. 28 Piloten sicherten sich in dieser ADAC TCR Germany-Saison Punkte.

Hochspannung: Wie knapp es in dieser Saison zuging, sieht man an Führenden der Gesamtwertung: Insgesamt achtmal wechselte während der Saison der Spitzenreiter zwischen Opel-Pilot Proczyk, Langeveld im Audi und Engstler im Hyundai. Proczyk führte insgesamt fünfmal. Erstmals nach dem Saisonauftakt in Oschersleben und schließlich ab dem ersten Rennen des letzten Wochenendes auf dem Hockenheimring wieder.

Emsig: 5717 Runden drehten die 41 Teilnehmer der ADAC TCR Germany während der 14 Saisonrennen insgesamt. Das macht über 23.059 zurückgelegte Rennkilometer – mehr als einmal um die halbe Welt.

Speedy Gonzales: Langeveld und Mike Halder (22, Meßkirch, Team Honda ADAC Sachsen) fuhren beide jeweils vier Mal die schnellste Runde eines Rennens.

Stetig: Das Führungstrio Proczyk, Engstler und Langeveld punktete in jedem Rennen – 14 Mal. Meister Proczyk siegte drei Mal und fuhr insgesamt sieben Podiumsplatzierungen ein. Auch Engstler siegte drei Mal – sogar in Folge – und wurde zudem in drei weiteren Rennen Dritter. Langeveld siegte in 14 Rennen zwei Mal und bestieg sieben Mal das Podium.

Schnelle Geschwister: Die Geschwister Mike und Michelle Halder (19, Meßkirch, Profi-Car Team Halder) bildeten das schnelle Geschwisterpärchen der ADAC TCR Germany. Mike Halder war im Vorjahr Vizemeister und fuhr auch 2018 sieben Mal aufs Podium – das schaffte niemand häufiger. Michelle wurde zweimal Zweite und landete in der Rookie-Wertung auf Rang drei.

Schnell, schneller, Michelle Halder: Mit 243,24 km/h beim Rennen auf dem Hockenheimring setzte sie die schnellste gemessene Geschwindigkeit der gesamten Saison – doch nicht allein. Daniel Davidovac (40, Benningen, HP Racing International 2) und Max Hesse fuhren, ebenfalls am Hockenheimring, genauso schnell!

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Meiste Siege: Champion Proczyk, Vizemeister Engstler und Halder feierten allesamt jeweils drei Rennsiege und damit die meisten der Saison. Insgesamt sieben verschiedene Piloten von Opel, Audi, Honda, Hyundai und Cupra standen in diesem Jahr auf dem Podium ganz oben.

Premiere 1: Petr Fulin (41, Tschechien, Fullin Race Academy) war im Cupra auf seiner Heimstrecke in Most der erste Gaststarter in der ADAC TCR Germany, der ein Rennen für sich entschied.

Premiere 2: Rookie Michelle Halder fuhr im Cupra in ihrer Premierensaison im Tourenwagen nicht nur souverän auf Platz neun der Fahrerwertung, sondern sicherte sich auch als erste Frau einen Platz auf dem Podium – und das gleich zwei Mal. Beim zweiten Rennen in Most war nur Fulin schneller, auf dem Sachsenring musste sie sich einzig Luca Engstler im Hyundai geschlagen geben.

Doppelschlag: Einzig Luca Engstler gelang es, beide Rennen eines Wochenendes zu gewinnen. Auf dem Auf und Ab des Sachsenrings war der 18-Jährige das Maß aller Dinge und holte sich mit 85 Zählern dank des gewonnen Qualifyings die mögliche Höchstpunktzahl eines Wochenendes. Beide Rennen an einem Wochenende zu gewinnen, war zuletzt Meister Josh Files in der Vorsaison auf dem Red Bull Ring gelungen.

Führungspersönlichkeit: Die meisten Runden in Führung verbrachte nicht Meister Proczyk, sondern der Drittplatzierte Langeveld. Bei 65 der 240 absolvierten Umläufe lag der Niederländer von Racing One vorne, mit mehr als 27 Prozent also rund ein Viertel der gesamten Rennzeit. Bei Proczyk waren es 40, genauso viele wie bei Engstler. Insgesamt acht Piloten führten ein Rennen für mindestens eine Runde an.

Polesetter: Mike Halder war der Meister der Zeittrainings. Dreimal und damit am häufigsten fuhr er im Qualifying die schnellste Zeit und sicherte sich damit auch die Pole Position. Einmal – auf dem Nürburgring – triumphierte er im Anschluss auch im Rennen. Im ersten Nürburgring-Lauf fuhr der 22-Jährige zu einem Start-Ziel-Sieg. Dahinter holte Langeveld zwei Pole Positions, Proczyk und Engstler jeweils ein Mal.

Knapp & deutlich: Den engsten Rennausgang sahen die Fans im tschechischen Most beim Sieg von Antti Buri (29, Finnland, LMS Racing), der nur knapp vier Zehntel vor Honda-Pilot Mike Halder den Zielstrich überquerte. Am deutlichsten war es dagegen beim Heimrennen von Langeveld in Zandvoort. Der zweitplatzierte Buri kam über sechs Sekunden nach dem Lokalmatador ins Ziel.

Abwechslung: Sieben unterschiedliche Piloten in fünf verschieden Autos (Opel, Hyundai, Audi, Honda, Cupra) erklommen in dieser Saison nach 14 Rennen das oberste Treppchen des Podiums. In der Vorsaison waren es sogar acht unterschiedliche Fahrer.

Speed: Die höchste Durchschnittsgeschwindigkeit in einer Runde gelang Langeveld. Der Niederländer erzielte im zweiten Qualifying auf dem Red Bull Ring einen durchschnittlichen Speed von 159,6 km/h.

Generationsübergreifend: Der jüngste Pilot war Rookie Max Hesse. Er war beim Saisonauftakt in Oschersleben 16 Jahre, acht Monate und 21 Tage alt. Der älteste Fahrer im Feld war der Kroate Franjo Kovac mit 63 Jahren, fünf Monaten und 27 Tagen.

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