Mille Miglia 2014 mit Mercedes-Benz Classic

Tausend Geschichten aus tausend Meilen: Die Mille Miglia ist eine herausragende Legende der Motorsportgeschichte. Heute zählt die Zuverlässigkeitsfahrt für Automobil-Enthusiasten aus der ganzen Welt zu den absoluten Höhepunkten im Rennkalender der historischen Automobilkultur. In diesem Jahr findet die Tausend-Meilen-Fahrt von Brescia nach Rom und zurück vom 15. bis 18. Mai 2014 statt. Mercedes-Benz Classic ist mit zahlreichen Originalfahrzeugen aus der Epoche der gewaltigen Kompressor-Rennsportwagen sowie mit Renn- und Seriensportwagen aus den 1950er-Jahren am Start. Am Steuer sitzen in diesem Jahr die Markenbotschafter Roland Asch und Bernd Schneider. Darüber hinaus nehmen private Sammler mit exklusiven Mercedes-Benz Fahrzeugen an der Mille Miglia teil.
„Unser Engagement erinnert daran, wie eng die Marke Mercedes-Benz mit der Geschichte der Mille Miglia, diesem seinerzeit vielleicht härtesten Straßenrennen der Welt, verknüpft ist“, sagt Michael Bock, Leiter von Mercedes-Benz Classic. „In diesem Jahr kommt der aktiven Pflege dieser einzigartigen Verbindung aus Rennsporterfolgen und Innovationskraft, aus Leidenschaft und Rivalität ganz besondere Bedeutung zu. Denn für uns steht 2014 ganz im Zeichen der Magischen Momente aus 120 Jahren Motorsportgeschichte von Mercedes-Benz.“
Die Organisatoren der Mille Miglia richten 2014 neben der Rallye für Fahrzeuge, die in den Jahren 1927 bis 1957 an dem ursprünglichen Rennen teilgenommen haben, erstmals das Mercedes-Benz Tribute to Mille Miglia aus. Dieser sportliche Wettbewerb findet unter den Bedingungen der eigentlichen Mille Miglia auf derselben Strecke von Brescia nach Rom und zurück statt, die Fahrzeuge starten eine Stunde vor den Teilnehmern des Hauptfeldes. Ausgewählte Mercedes-Benz Fahrzeuge, die nicht an der Mille Miglia selbst teilnehmen dürfen, sind zum Tribute eingeladen. Das gilt beispielsweise für den 300 SL Roadster (W 198), für klassische Fahrzeuge der Baujahre zwischen 1958 und 1981 sowie ausgesuchte, nach dem Jahr 1981 gebaute Sportwagen. Unterstützt wird diese exklusive Ergänzung der Mille Miglia von Mercedes-Benz Italien.
Die Faszination des legendären 1000-Meilen-Rennens lässt Mercedes-Benz, alleiniger automobiler Hauptsponsor der Mille Miglia, auch mit Werken von Hans Liska lebendig werden. Rennplakate und Zeichnungen des bekannten Presse- und Werbezeichners werden mit zwei passenden Originalfahrzeugen in Szene gesetzt und verweisen damit auf die Ausstellung „Hans Liska erleben“. Die Schau mit Rennplakaten, Zeichnungen und anderen Arbeiten des berühmten Mercedes-Benz Grafikers Liska wird ab Anfang Juni im Museo Mille Miglia in Brescia gezeigt. Hans Liska hat insbesondere in den 1950er-Jahren die öffentliche Wahrnehmung der Mercedes-Benz Rennerfolge durch seine Darstellungen geprägt. Auch die Mille Miglia 1955 hat er in eindrucksvollen Bildern festgehalten.
Herausragende Mercedes-Benz Erfolge in den Jahren 1931 und 1955
Mercedes-Benz und die Mille Miglia gehören untrennbar zusammen. Insbesondere die Gesamtsiege in den Jahren 1931 und 1955 sind absolute Sternstunden in der Motorsportgeschichte der Stuttgarter Marke. Aber auch der Klassensieg von Rudolf Caracciola und Christian Werner bei der Mille Miglia 1930 auf Mercedes-Benz SSK und der 2. Platz im Gesamtklassement von Karl Kling auf 300 SL Rennsportwagen (W 194) im Jahr 1952 gehören zu den glänzenden Kapiteln der Rennsportgeschichte.
Seit 1927 wird die Mille Miglia von Automobilenthusiasten aus der toskanischen Stadt Brescia ausgetragen. Bei der vierten Auflage des Straßenrennens, das über 1.000 römische Meilen nach Rom und zurück führt, fährt Mercedes-Benz im Mai 1930 erstmals einen Klassensieg ins Ziel. Der mächtige Mercedes-Benz SSK Rennsportwagen von Caracciola und Werner macht Eindruck: „Sich seinen Weg durch den Staub bahnend, erschien Caracciola, der deutsche Meister, in seinem niedrigen, weißen Mercedes“, schreibt der Reporter der britischen Zeitschrift „Motor“ im Rennbericht, der am 15. April 1930 erscheint. Auf dem Rückweg liegt Caracciola auf der Höhe von Bologna auf dem 4. Platz und kommt schließlich auf der 6. Position liegend ins Ziel. Er gewinnt die Klasse der Wagen über 5 Liter Hubraum.
1931 gewinnt Caracciola auf Mercedes-Benz SSK als erster nicht-italienischer Rennfahrer die Gesamtwertung der Mille Miglia mit Wilhelm Sebastian als Kopilot. Vom 12. auf den 13. April liefert Caracciola am Steuer des SSK eine glänzende Vorstellung über 1.635 Kilometer Renndistanz. Er erzielt in dem Rennen von Brescia nach Rom und zurück 101,1 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit – erstmals in der Geschichte der Mille Miglia liegt dieser Wert über 100 km/h. Mitte der 1930er-Jahre erinnert sich Caracciola in seiner ersten Autobiografie „Rennen – Sieg – Rekorde“ an diese Leistung: „1.600 Kilometer auf staubigen Landstraßen, an Schluchten und Abgründen vorbei … durch scheußliche Korkenzieherkurven und Serpentinen; durch Städte und Dörfer und wieder über lattengerade Straßen mit 150, 160, 170 Kilometer Durchschnitt … eine Nacht und wieder einen Tag lang.“ Er erhält für seinen Sieg die Goldmedaille des Königs von Italien und den Pokal des Automobil-Clubs von Deutschland.
Mille Miglia eröffnet Rückkehr in den Rennsport
Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs kehrt Mercedes-Benz im Jahr 1952 mit dem neu entwickelten 300 SL Rennsportwagen (W 194) in den Motorsport zurück. Das erste Rennen, in dem der 300 SL mit seinen markanten Flügeltüren startet, ist die Mille Miglia. Am 3. Mai 1952 starten drei 300 SL in Brescia. Am 4. Mai kommt Karl Kling mit Hans Klenk auf dem 2. Platz ins Ziel, Rudolf Caracciola mit Beifahrer Paul Kurrle erreicht die 4. Position. Damit ist Mercedes-Benz im Jahr 1952 die einzige Marke, die gleich zwei Fahrzeuge unter den ersten fünf Wagen im Ziel vorweisen kann. Für Rennleiter Alfred Neubauer geht ein Traum in Erfüllung. „Es ist der Tag, an dem meine zweite Jugend beginnt“, erinnert sich der Rennleiter später.
1955 folgt der zweite Mille-Miglia-Gesamtsieg von Mercedes-Benz auf dem 300 SLR Rennsportwagen (W 196 S): Stirling Moss und sein Beifahrer Denis Jenkinson gewinnen das Tausend-Meilen-Rennen mit einem Durchschnittstempo von 157,65 km/h in der schnellsten jemals gefahrenen Zeit von 10:07:48 Stunden. Ein Rekord für die Ewigkeit. Den 2. Platz belegt Juan Manuel Fangio, der als Einzelfahrer startet und so den Doppelerfolg perfekt macht. Neben den 300 SLR Rennsportwagen erzielten auch die Seriensportwagen vom Typ 300 SL (W 198) einen herausragenden Erfolg bei der Mille Miglia 1955: Das Team John Fitch/Kurt Gesell siegt in der Gran-Turismo-Klasse über 1.600 Kubikzentimeter, gefolgt von den Mannschaftskollegen Olivier Gendebien/Jacques Washer und Salvatore Casella (Plätze 5, 7 und 10 im Gesamtklassement).
Renaissance einer Legende
Nach dem Ende des ursprünglichen Straßenrennens, das 1957 zum 24. und letzten Mal stattfindet, bleibt die Legende der Mille Miglia höchst lebendig. Heute wird die Mille Miglia als Zuverlässigkeitsfahrt vom norditalienischen Brescia nach Rom und zurück ausgetragen. Auf den 1.000 Meilen erwarten die Teilnehmer zahlreiche anspruchsvolle Wertungsprüfungen.
Zugelassen sind zu der exklusiven Veranstaltung ausschließlich Fahrzeugtypen, die bereits bei der Originalauflage des Straßenrennens am Start gewesen sind. Neben den Rennsportwagen und Seriensportwagen von Mercedes-Benz trifft das unter anderem auch auf die Ponton-Limousine Mercedes-Benz 180 D zu: Helmut Retter und Wolfgang Larcher gewinnen mit dem W 120 die Diesel-Wertung bei der Mille Miglia 1955. Ein Jahr späten gewinnen Erwin Bauer / Erwin Grupp auf Mercedes-Benz 220 a (W 180) in der Klasse der serienmäßigen Spezialtourenwagen, in der weitergehende Modifikationen an Motor und Fahrwerk möglich sind.
Die Mille Miglia 2014 beginnt mit der Abnahme der Fahrzeuge und der Ausgabe der Dokumente vom 13. Mai bis zum Mittag des 15. Mai (Dienstag bis Donnerstag). Am Abend des 15. Mai starten die Teilnehmer ab 18 Uhr in Brescia zur ersten Etappe (228 Kilometer), die nach Padua und weiter nach Thermae Abano Montegrotto führt. Am 16. Mai (Freitag) geht es ab 7 Uhr auf der zweiten Etappe (710 Kilometer) nach Rom, wo die ersten Wagen gegen 22.30 Uhr eintreffen. In Rom startet das Feld der historischen Wettbewerbsfahrzeuge am 17. Mai (Samstag) ab 6.30 Uhr zur dritten Etappe (552 Kilometer) nach Bologna, die vierte und letzte Etappe (218 Kilometer) führt dann am 18. Mai (Sonntag) zurück nach Brescia. Insgesamt hat die Mille Miglia 2014 eine Länge von 1.708 Kilometer.
Die Fahrzeuge von Mercedes-Benz Classic bei der Mille Miglia 2014
Mercedes-Benz SS 27/170/225 PS (W 06), 1930 – Straßenversion
Der Reihensechszylinder des Typ SS (Super-Sport) erzeugt aus 7,1 Liter Hubraum bis zu 125 kW (170 PS) ohne Kompressor und bis zu 166 kW (225 PS) mit Kompressor. Trotz seines leistungsstarken Motors ist der Mercedes-Benz SS als „Gran Tourismo“ gedacht, was die Vielzahl der angebotenen Karosserien unterstreicht. Seine Feuertaufe als bis zu 184 kW (250 PS) starkes Rennfahrzeug erlebt der Typ SS beim Gewinn des Bergrennens auf die Bühler Höhe. Zahlreiche weitere Rennsiege folgen. Der Mercedes-Benz SS wird ab November 1928 in insgesamt 111 Exemplaren gebaut, in den Preislisten wird er bis Juli 1935 geführt.
Technische Daten Mercedes-Benz Typ SS 27/170/225 PS Straßenversion
Produktionszeitraum: 1928-1933
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 7.065 Kubikzentimeter
Leistung: 125 kW (170 PS), mit Kompressor 165 kW (225 PS) Höchstgeschwindigkeit: 190 km/h
Mercedes-Benz SSK 27/170/225 PS (W 06), 1928 – Straßenversion
Von den Sechszylinder-Kompressor-Sportwagen der Mercedes-Benz S-Reihe ist der Typ SSK (W 06) die exklusivste und faszinierendste Ausführung. Die Modellbezeichnung steht für Super-Sport-Kurz und bringt neben der besonderen Sportlichkeit auch den verkürzten Radstand zum Ausdruck. Im Sommer 1928 gewinnt Werksrennfahrer Rudolf Caracciola mit dem brandneuen SSK auf Anhieb das Gabelbachrennen und die Rennen auf den Schauinsland und den Mont Ventoux. 1930 und 1931 verhilft ihm der SSK zum Gewinn der Europa-Bergmeisterschaft. Die gewichtsreduzierte und nochmals leistungsgesteigerte Version von 1931, auch als SSKL (Super-Sport-Kurz-Leicht) bekannt, erzielt ebenfalls spektakuläre Erfolge. Zu den bedeutendsten zählt der Sieg beim legendären Tausend-Meilen-Rennen in Italien, der Mille Miglia 1931.
Technische Daten Mercedes-Benz Typ SSK 27/170/225 PS Straßenversion
Produktionszeitraum: 1928-1930
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 7.065 Kubikzentimeter
Leistung: 125 kW (170 PS), mit Kompressor 165 kW (225 PS) Höchstgeschwindigkeit: 192 km/h
Mercedes-Benz 300 SL Rennsportwagen (W 194), 1952
Mercedes-Benz engagiert sich nach dem Zweiten Weltkrieg ab dem Jahr 1952 mit dem 300 SL Rennsportwagen (W 194) wieder im internationalen Motorsport. Die Basis des Fahrzeugs bildet ein extrem leichter, sehr verwindungssteifer Gitterrohrrahmen. Darüber wölbt sich eine elegant geschwungene, strömungsgünstige Leichtmetallkarosserie aus Aluminium-Magnesium-Blech. Weil der Gitterrohrrahmen an den Seiten vergleichsweise hoch ansetzt, kann der W 194 nicht mit herkömmlichen Türen versehen werden, so kommt der Rennsportwagen zu den charakteristischen Flügeltüren, die am Dach angeschlagen sind. Dieses Merkmal, das ab 1954 auch der Seriensportwagen 300 SL (W 198) übernimmt, bringt den Fahrzeugen im englischen Sprachraum den Beinamen „Gullwing“ ein. Als Antrieb des W 194 dient der 125 kW (170 PS) starke Reihensechszylindermotor M 194 mit 2.996 Kubikzentimeter Hubraum. Seine Rennsport-Premiere erlebt der im März 1952 präsentierte 300 SL bei der Mille Miglia im Mai 1952. Zu den großen Erfolgen des W 194 gehören auch der Dreifachsieg im Preis von Bern, die spektakulären Doppelsiege beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans und bei der 3. Carrera Panamericana in Mexiko sowie der Sieg beim „Großen Jubiläumspreis vom Nürburgring“.
Technische Daten Mercedes-Benz 300 SL Rennsportwagen (W 194)
Einsatz: 1952Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.996 Kubikzentimeter
Leistung: 125 kW (170 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 240 km/h
Mercedes-Benz 300 SL „Gullwing“ (W 198), 1954-1957
Im Februar 1954 feiert der 300 SL „Gullwing“ auf der International Motor Sport Show in New York Weltpremiere. Der neue Hochleistungs-Sportwagen basiert auf dem legendären 300 SL Rennsportwagen (W 194) der Saison 1952. Ein leichter und verwindungssteifer Gitterrohrrahmen trägt Motor, Getriebe und Achsen. Wie bei der Rennsportversion lässt er jedoch keinen Platz für klassische Türen, sodass die Flügeltüren zum unverwechselbaren Merkmal auch des Seriensportwagens werden. Als weltweit erster Serien-Personenwagen wird der W 198 von einem Viertaktmotor mit Benzineinspritzung angetrieben. Das steigert nicht nur die Effizienz, sondern auch die Motorleistung auf 158 kW (215 PS) – rund 20 Prozent mehr als bei der vergaserbestückten Rennsportausführung. Je nach verwendeter Endübersetzung erreicht der 300 SL eine Höchstgeschwindigkeit bis zu 260 km/h. Damit ist er der schnellste Serienwagen seiner Zeit und wird zum Traumsportwagen der 1950er-Jahre. Bei der Mille Miglia gewinnen John Fitch und Kurt Gesll die Gran-Turismo-Klasse über 1.600 Kubikzentimeter. Auch 1956 starten 300 SL Coupés bei der Mille Miglia, in der großen GT-Klasse kommt das Team Fürst Metternich/Graf Einsiedel auf den 6. Platz.
Technische Daten Mercedes-Benz 300 SL „Gullwing“ (W 198)
Produktionszeitraum: 1954-1957Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.996 Kubikzentimeter
Leistung: 158 kW (215 PS)
Höchstgeschwindigkeit: bis zu 250 km/h
Mercedes-Benz 220 a (W 180), 1954-1956
Der im Frühjahr 1954 eingeführte Typ 220, intern auch 220 a (W 180) genannt, ist das erste Mercedes-Benz Sechszylindermodell in selbsttragender Bauweise. Seine moderne und geräumige „Ponton“-Karosserie, die Mercedes-Benz ein halbes Jahr zuvor im Mittelklassemodell Typ 180 präsentiert hat, bietet einen bislang nicht gekannten Raumkomfort. Für sichere Fahreigenschaften sorgt die Eingelenk-Pendelachse, die mit dem Typ 220 in den Serienautomobilbau eingeführt wird. In der von Karl Kling geleiteten Sportabteilung werden speziell für den Einsatz bei der Mille Miglia 1956 drei Fahrzeuge vorbereitet. Sie haben bereits die Zweivergaser-Anlage des Nachfolge-Typs 220 S, mit der der Motor rund 85 kW (115 PS) leistet. Für die sportliche Fahrt sind kürzere und härtere Federn sowie modifizierte Stoßdämpfer montiert. Zudem können die Fahrer die Gänge per Mittelschaltung wie im 190 SL (W 121) wechseln – anstatt der sonst eingebauten Lenkradschaltung.
Technische Daten Mercedes-Benz 220 a (W 180) – Serienversion
Produktionszeitraum: 1954-1956
Zylinder: 6/Reihe
Hubraum: 2.195 Kubikzentimeter
Leistung: 63 kW (85 PS)
Höchstgeschwindigkeit: 150 km/h
Die Markenbotschafter von Mercedes-Benz Classic bei der Mille Miglia 2014
Roland Asch
Geboren am 12. Oktober 1950 in Altingen
Der gelernte Kraftfahrzeugmeister Roland Asch beginnt seine Rennsportkarriere zunächst als Hobby, feiert aber Erfolge wie ein Profi: Nach dem Titel des Deutschen Bergmeisters 1981 und der Deutschen Rennsport-Trophäe 1983 folgt 1985 sein Debüt in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft (DTM). Dort wird er mit dem Mercedes-Benz 190 E 2.3-16 des BMK-Teams 1988 Vizemeister. Dreimal gewinnt er Ende der 1980er-Jahre die Gesamtwertung des Porsche 944 Turbo Cups und holt 1991 den Meistertitel des Porsche Carrera Cups. Für Mercedes-Benz fährt er Anfang der 1990er-Jahre insgesamt fünf Siege und diverse gute Platzierungen in der DTM ein. 1993 wird er zum zweiten Mal Vizemeister der DTM und wechselt 1995 zu Ford in den Super Tourenwagen Cup. Als Markenbotschafter ist Roland Asch der Marke Mercedes-Benz bis heute eng verbunden.
Bernd Schneider
Geboren am 20. Juli 1964 in St. Ingbert
Der fünffache DTM-Meister Bernd Schneider erzielt erste Erfolge im Rennsport bei Kartrennen und in der Formel 3, er startet auch in der Formel 1, bei den 24 Stunden von Le Mans und in der FIA-GT-Meisterschaft, die er im Jahr 1997 gewinnt. Die DTM wird zu jener Bühne, auf welcher der Rennfahrer seine glänzendsten Erfolge feiert: Schneider fährt seit 1992 für AMG-Mercedes und holt für das Team den Meistertitel der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft des Jahres 1995, nachdem er 1992 und 1993 jeweils Dritter der Gesamtwertung wird. Nach der Neuauflage der DTM als Deutsche Tourenwagen-Masters ab 2000 siegt Schneider in den Jahren 2000, 2001, 2003 und 2006. Hinzu kommt die Vizemeisterschaft im Jahr 2002. Bis heute ist Bernd Schneider der Marke Mercedes-Benz eng verbunden und fungiert als Testpilot und Markenbotschafter für die Marke mit dem Stern.

Wussten Sie schon?
Mercedes-Benz feiert 2014 „120 Jahre Motorsport“ – als nächstes bei der Historic Trophy Nürburgring (30. Mai bis 1. Juni 2014).
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